| 18.39 Uhr

Festnahmen im Ruhrgebiet
Paar soll Frauen aus Afrika zur Prostitution gezwungen haben

Oberhausen. Die Polizei hat ein Paar aus Nigeria festgenommen. Es soll Frauen aus Afrika ins Ruhrgebiet geschleust haben, um sie zur Prostitution zu zwingen. Auch vier weitere Menschen aus Nigeria wurden festgenommen. 

Wie die Polizei mitteilt, haben Ermittler der Oberhausener Polizei seit mehreren Monaten Beweise gegen das Paar gesammelt. Dabei ging es um den Vorwurf des organisierten Menschenhandels. Die 32-jährige Frau und ihr 25 Jahre alter Komplize sollen gezielt Frauen in Afrika angeworben und über Italien ins Ruhrgebiet geschleust haben.

Dort sollen sie die Frauen massiv unter Druck gesetzt und sie gezwungen haben, sich zu prostituieren. Nach Angaben der Polizei bediente sich das Paar dazu des in Afrika weit verbreiteten Glaubens an Hexerei und Geister. 

Paar per Haftbefehl gesucht

Am Mittwoch dann schlugen die Ermittler am frühen Morgen zu. Gemeinsam mit Polizisten aus Essen durchsuchten sie Objekte in Dortmund, Mülheim und Essen und nahmen sechs Personen fest. Die beiden per Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Duisburg gesuchten Hauptverdächtigen wurden in Gewahrsam genommen. Beide sollen am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Festgenommen wurden vier weitere Nigerianer. Einer 41-Jährigen und einem 23-jährigen Mann wird vorgeworfen, an den Taten beteiligt gewesen zu sein. Gegen zwei 19 und 26 Jahre alte Männer wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt.

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(sef/lsa)