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Frau in Münster angehalten
Betrunkene "Reichsbürgerin" gerät in Polizeikontrolle

Münster. Am Donnerstagabend hat eine Frau, die in Münster betrunken mit dem Auto unterwegs war, bei einer Polizeikontrolle Widerstand geleistet. Mit Hinweis darauf, dass sie "Reichsbürgerin" sei, lehnte sie es ab, ihr Fahrzeug zu verlassen und sich auszuweisen.

Laut Polizei wurde die Frau am Donnerstagabend in ihrem Auto gestoppt, als sie mit Standlicht und eingeschalteten Nebelscheinwerfern auf dem Cheruskering in Münster fuhr. Als sich ein Beamter dem geöffneten Seitenfenster näherte, bemerkte er deutlichen Alkoholgeruch. Er forderte die Frau daraufhin auf, ihren Wagen zu verlassen und sich auszuweisen. Beides lehnte sie mit Hinweis darauf, dass sie "Reichsbürgerin" sei, ab. 

Schließlich überzeugte der Polizist die Frau aus dem Kreis Steinfurt doch davon, aus dem Wagen auszusteigen. Ihren Führerschein wollte sie aber nicht vorzeigen, auch eine Blutprobe wollte sie nicht abgeben. Mehrfach wies sie darauf hin, dass sie sich nicht im "Rechtskreis" des Beamten befinde.

Als die Polizisten die Frau festnehmen wollten, schlug sie um sich und versuchte, die Polizisten zu beißen. Auch der 17-jährige Sohn, der mit seiner Mutter im Auto saß, erklärte sich als "Reichsbürger" und wolle sich nicht ausweisen.  

Schließlich gelang es den Polizisten aber doch, die Frau und ihren Sohn mit auf die Wache zu nehmen und der Frau eine Blutprobe zu entnehmen. Gegen sie wurden zwei Strafverfahren eingeleitet, eines wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

(lsa)