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Uni-Party endete als Finanz-Katastrophe
Ex-Asta-Vorstand haftet für miese Finanzplanung bei Uni-Party-Flop

Münster . Es sollte ein glamouröses Fest mit Starbesetzung in einer Uni-Mensa werden. Die Party in Münster endete in einem finanziellen Fiasko. Die Macher verkalkulierten sich. Dafür werden sie jetzt in Haftung genommen.

Grobe Misskalkulation für eine gefloppte Uniparty kommt zwei ehemalige Asta-Mitglieder der Universität Bochum teuer zu stehen. Das Oberverwaltungsgericht Münster verurteilte die beiden Mitorganisatoren der Party am Dienstag zu Schadenersatz in Höhe von 88 000 Euro. Bei der Kostenkalkulation habe es ihnen an Sorgfalt gemangelt, urteilten die Richter.

Die ehemaligen Vertreter des Studierendenausschusses der Universität Bochum hatten für eine Mensa-Party vor acht Jahren teure Bands gebucht. Popgrößen wie "Culcha Candela" oder "Juli" wurden für Gagen bis 50 000 Euro engagiert - allerdings ohne sich rechtzeitig mit der Frage zu befassen, wie die hohen Ausgaben gegenfinanziert werden könnten. So lagen den erhofften Einnahmen Besucherzahlen zugrunde, die in dieser Menge vor der Bühne aus Brandschutzgründen gar nicht zugelassen gewesen wären.

Kritische Stimmen während des Planungsprozesses hätten die Organisatoren allerdings stets ausgeblendet, kritisierten die Richter. Die Feier floppte schließlich gewaltig, es entstand ein Gesamtverlust von mehr als 220 000 Euro.

Die Studierendenschaft hatte daraufhin die beiden Organisatoren verklagt. Vor Gericht räumte insbesondere der ehemalige Vorsitzende auch Fehler ein, wehrte sich aber dagegen treibende Kraft hinter dem Event gewesen zu sein.

Anders als im Urteil der ersten Instanz sah das Gericht größere Pflichtverletzungen beim Studierendenparlament. Es hatte die mangelhaften Pläne abgenickt, obwohl eine seriöse Kostenschätzung fehlte. Die Studierendenschaft wird auf der restlichen Schadenssumme sitzen bleiben.

(felt/lnw)
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