| 10.12 Uhr

NRW
Nachfrage nach Pfefferspray seit Silvester-Attacken gestiegen

Düsseldorf. Pfefferspray ist aktuell der meistverkaufte Artikel in der Kategorie Sport und Freizeit beim Online-Händler Amazon in Deutschland. Zwölf der ersten 15 Plätze wurden am Montag von verschiedenen Varianten des Abwehrmittels belegt. Von Leslie Brook

Wie viele dieser Artikel derzeit verkauft werden, will das Unternehmen nicht bekanntgeben. Zu einzelnen Produktkategorien würden generell keine Äußerungen getätigt, sagt ein Sprecher. Ein Anbieter erklärt: Landet ein Artikel in den Verkaufscharts auf Platz 20 seien dafür monatlich etwa 4500 Verkäufe nötig. Bei den oberen Rängen hält er deshalb insgesamt 100.000 Stück für realistisch.

Seit Jahresbeginn hat der Absatz sogenannter freier Abwehrmittel noch mal deutlich zugenommen. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten sich die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr laut dem Verband deutscher Büchsenmacher und Waffenhändler (VdB) verdoppelt. "Die Angriffe in der Silvesternacht haben dazu geführt, dass bei den Händlern viel mehr nachgefragt wird", erklärt VdB-Sprecher Roland Zobel - sowohl Frauen als auch Männer informierten sich über geeignete Produkte. Innerhalb von einer Woche seien die Verkäufe "durch die Decke gegangen", sagt ein anderer Branchenkenner.

Paul Kraus, der in seinem Fahrradfachgeschäft in Grevenbroich auch "Selbstverteidigungsmittel" anbietet, schildert seine Beobachtungen: "Alleine am Samstag haben wir mehr als 70 Gassprays verkauft", sagt er. Vielerorts, wie bei Frankonia in Düsseldorf, sind die Lager leer.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

NRW: Nachfrage nach Pfefferspray seit Silvester-Attacken gestiegen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.