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Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl
Über den Wipfeln im Bergischen Land

Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl: Über den Wipfeln im Bergischen Land
Durch die Baumkronen führt ein Pfad in bis zu 23 Meter Höhe. Unterwegs gibt es spielerisch viel über das Ökosystem Wald zu erfahren. FOTO: Panarbora
Waldbröl. Der Naturerlebnispark Panarbora in Waldbröl ermöglicht den Besuchern überraschende Aus- und Einblicke. Von Martina Stöcker

Kurz vor der Aussichtsplattform spüren es die meisten: Der Turm schwankt ein wenig, vielleicht liegt es am Wind oder an den Besuchern, die mit Mann und Maus und beladenen Kinderwagen an diesem Tag den geschwungenen Weg bergan schieben. In 40 Meter Höhe ist das leichte Zittern aber schnell vergessen, denn der Ausblick zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. So schön ist das Bergische Land! Wer den Blick über Wälder und Wiesen schweifen lässt, der kann es gar nicht glauben, dass das auch ein wichtiges Wirtschaftsgebiet sein soll. Wie eine Schautafel erläutert, liegt die Forst- und Holzwirtschaft in NRW bei der Produktionsmenge vor der Stahl- und Betonindustrie.

Im Naturerlebnispark Panarbora, den der Deutsche Jugendherbergsverband in Waldbröl gebaut hat, steht der Wald im Mittelpunkt. Der Turm ist überwiegend aus Holz gebaut, ebenso der Baumwipfelpfad. Auf ihm bewegen sich die Besucher durch die Kronen, an verschiedenen Stationen gibt es mit Hilfe von Puzzlen und Suchspielen Wissenswertes zu entdecken. Kinder und Erwachsene erfahren zum Beispiel, warum ein Grünspecht komisch auf dem Boden herumhüpft und auch ein abgestorbener Baum noch ein guter Baum ist. Denn er bietet unter anderem 28 Säugetier-, 1377 Käfer- und 2500 Pilzarten einen wertvollen Lebensraum.

1,63 Kilometer in luftiger Höhe

1,63 Kilometer misst der Baumwipfelpfad samt dem Weg in die Spitze des Aussichtsturms. Das ist für kleine Kinder eine ausreichende Wegstrecke, vor allem weil anschließend die eigentliche Kinder-Aktivität erst noch beginnt. Vom Turm geht es durch einen Hainbuchen-Irrgarten, der knapp ein Jahr nach der Eröffnung allerdings noch recht kümmerlich aussieht. Kinder stürzen sich dennoch begeistert ins Labyrinth und erklettern Aussichtspunkte, die wohl erst in ein paar Jahren wirklich notwendig erscheinen, wenn die Hecken zwei Meter messen. Erwachsene lächeln müde angesichts der kleinen Begrenzungen, über und durch die sie noch locker schauen können. Doch als man sich immer wieder an derselben Stelle trifft und auch dieser Weg nicht zum Ausgang führt, wird aus dem müden Lächeln ein amüsiertes Schmunzeln. Ist also doch nicht so einfach!

Für Kinder - und deshalb lohnt sich der Ausflug vor allem für Familien - gibt es noch einen Röhren-Spielplatz, einen Fühl- und Tastgarten, und zur Belohnung wartet ein schöner Kletter- und Wasserspielplatz. Eltern sollten unbedingt Wechsel-Klamotten einpacken, wenn der Nachwuchs nass wird und nicht nackt nach Hause fahren soll. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass für einige Zugänge immer wieder die Eintrittskarte vor einen Scanner gehalten werden muss.

Wer noch nicht genügend gewandert ist, der geht Richtung Kreisverkehr und hält sich links. Kurz vor der großen Straße geht es nach 300 Metern zum "Waldmythenweg". Der führt über 12,8 Kilometer (drei bis vier Stunden) an elf Schautafeln und acht Audiostationen vorbei, die das Geheimnis von Kobolden, Elfen und Riesen preisgeben.

Quelle: RP
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