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Nordrhein-Westfalen
"Mia" und "Ben" waren 2017 beliebteste Vornamen

Vornamen - Was ist erlaubt, was nicht?
Vornamen - Was ist erlaubt, was nicht? FOTO: gms
Düsseldorf. "Ben" ist nicht zu schlagen, "Emma" wieder top - zumindest bundesweit. Sie waren 2017 die beliebtesten Vornamen in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen aber liegt "Mia" bei den Mädchen vorn. "Ben" reiht sich allerdings in den bundesweiten Trend ein.

Das geht aus einer Statistik des Namensforschers Knud Bielefeld hervor, der sich überwiegend auf Umfragen in Geburtskliniken stützt und dazu nach eigenen Angaben bundesweit mehr als 200.000 Meldungen auswertete.

Demnach ist "Ben" für Jungen deutschlandweit bereits im siebten Jahr Spitzenreiter. Neu auf Platz eins für die Mädchen ist "Emma". Der Name war 2014 schon einmal Favorit. Die Gruppe der Top 10 ist unverändert, es habe sich nur eine neue Rangfolge ergeben. Bei den Jungen folgen auf Ben nun Jonas, Leon, Paul, Finn/Fynn, Noah, Elias, Luis/Louis, Felix und Lucas/Lukas, bei den Mädchen kommen nach Emma Hannah/Hanna, Mia, Sophia/Sofia, Emilia, Lina, Anna, Marie, Mila und Lea/Leah. Im Kommen sind zudem Leni, Ella, Emilia, Juna, Clara, Theo, Matteo, Henry, Milan und Anton.

Als besonders ungewöhnliche Namen wurden 2017 beispielsweise ausgemacht: Vaiana, Lavea, Itje und Summerly für kleine Mädchen, sowie Tommen, Apollo, Albertus und Njörd für kleine Jungen.

Politiker haben keinen Einfluss

Bundeskanzler oder Politiker haben so gut wie keinen Einfluss auf die Vergabe der Vornamen. Zwar wurde der Fall von Flüchtlingseltern bekannt, die ihr Kind aus Dankbarkeit Angela Merkel nannten. Aber weder Angela noch Merkel - letzterer laut Bielefeld eigentlich ein Vorname - hätten eine Chance. "Angela ist so ein Name wie Helmut, der total aus der Mode ist", sagte der Namensforscher.

Völlig ungewöhnlich ist auch der einst häufige Name Horst. Er wurde 2017 nach Bielefelds Unterlagen nur 19 Mal vergeben - als Zweitname. Es brauche etwa 100 Jahre, bis ein Vorname wieder populär werden könne, erklärt der Forscher und verweist auf Paul, Emil, Anton und Emma. Auch Heinrich sei im Kommen.

Der stigmatisierte Kevin belegt dagegen noch Platz 331 der beliebtesten ersten Vornamen. Das findet Bielefeld, der eine App mit dem Namen "Kevinometer" erstellt hat, ganz erstaunlich: "Ich wundere mich, dass Eltern ihr Kind Kevin nennen, weil der Name dermaßen in Verruf ist." Der häufig mit Kevin in einem Atemzug genannte Mädchenname Chantal sei in Deutschland dagegen nie häufig gewesen. 2017 habe er drei Einträge gefunden, hochgerechnet seien also zehn bis 20 Mädchen Chantal genannt worden.

Namensforscher Bielefeld gibt auch einen Ausblick auf die angesagtesten Vornamen der nächsten zehn Jahre: Dann würden die meisten Babys wohl Oskar oder Theo, Leni oder Emilia genannt.

(felt/lnw)
 
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