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NRW im Januar
33 rechtsextrem motivierte Übergriffe auf Flüchtlingsheime

NRW: Gewalt gegen Flüchtlingsheime 2015
NRW: Gewalt gegen Flüchtlingsheime 2015
Düsseldorf. Die Angriffe auf Flüchtlingsheime in NRW ebben nicht ab. Allein im Januar dieses Jahres sind laut einem Sprecher des Innenministerium 33 rechtsextrem motivierte Übergriffe registriert worden.

Dabei habe es sich überwiegend um Sachbeschädigungen und Propagandadelikte gehandelt. Die Zahl der Übergriffe lag damit Ende Januar bereits über der des gesamten Jahres 2014: Damals waren binnen zwölf Monaten lediglich 25 Fälle gezählt worden.

Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl dann auf 214 Übergriffe verachtfacht. Darunter waren 28 Gewaltdelikte wie Körperverletzung oder Brandstiftung; fünf Menschen wurden leicht verletzt.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte die Zunahme der Übergriffe vor allem auf Hetze im Internet zurückgeführt. Sie schaffe den ideologischen Nährboden für Gewalt. Die Facebook-Profile rechtsextremer Gruppen und Parteien veröffentlichten fortwährend hasserfüllte Berichte über Flüchtlinge.

Jäger dringt derweil auf mehr Tempo bei der Bearbeitung von Asylverfahren. "Damit Integration erfolgreich sein kann, muss das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schneller und besser werden", sagte der Minister. Die bisherigen Anstrengungen des Bundesamtes seien wichtig, "reichen aber noch lange nicht aus". Flüchtlinge müssen derzeit monatelang warten, bis über ihren Asylantrag entschieden wird, sie Sprachkurse besuchen dürfen oder eine Arbeitserlaubnis erhalten.

(lnw)
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