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Schlechte Ernte für Obstbauern
Kein Apfeljahr in Nordrhein-Westfalen

NRW: Apfelernte fällt schlechter aus
Die Apfelernte fällt in diesem Jahr in NRW nicht gut aus. FOTO: dpa, rwe hjb
Bonn. Die Apfelbäume in den NRW-Erntegebieten tragen in diesem Jahr nicht so gut. Schuld ist aber nicht das Wetter.

Die laufende Apfelernte in Nordrhein-Westfalen fällt nach Angaben der Obstbauern deutlich kleiner aus als 2015. Sie rechnen im Durchschnitt mit einem Minus von knapp 20 Prozent, wobei die Ernte in Westfalen etwas schlechter sein wird als im Rheinland und am Niederrhein. Die Bäume müssten sich von der Rekordernte im vergangenen Jahr erholen, sagte Peter Muß von den Rheinischen Obstbauern. "Die Bäume haben sich verausgabt. Sie haben keine Kraft Blüten zu bilden", sagte Muß. Das habe nichts mit dem Wetter zu tun.

Auf die Preise wirke sich das nicht aus, NRW gehöre bundesweit zu den kleinen Anbaugebieten. Zur Zeit wird der Elstar als wichtigste Sorte geerntet. Die Haupterntezeit dauert bis in den Oktober.

Westfalen hat den Angaben nach etwas unter der Kälte in der Vollblüte gelitten. Da seien Bienen und Hummeln etwas träge beim Bestäuben gewesen. "Je länger die Blüte unbestäubt bleibt, desto schwächer wird sie", sagte Arne Korn von den Obstbauern in Westfalen. Aus Westfalen kommen etwa ein Drittel der Äpfel in NRW.

Weil die Temperaturen tendenziell höher werden, ziehen die Bauern jetzt auch den Anbau von Sorten in Erwägung, die erst im Oktober oder November reif werden. "Früher hatte man Bedenken, ob die Äpfel reif werden bevor der erste Frost kommt", sagte Muß.

(lsa/lnw)
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