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Studie zum Ausbildungsmarkt
Ausländische Hauptschüler haben es in NRW schwer

NRW: Ausländische Hauptschüler haben es schwer
Schüler in einer Klasse (Symbolbild). FOTO: dpa
Düsseldorf. Ein Großteil der ausländischen Jugendlichen bekommt trotz Hauptschulabschluss in NRW keinen Ausbildungsplatz. Das ist das Ergebnis einer Studie. Experten betonen die Wichtigkeit von Integration und Sprachprogrammen.

Hauptschüler ohne deutschen Pass haben es in Nordrhein-Westfalen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz besonders schwer. Nach einer am Montag veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung bleiben knapp zwei Drittel aller ausländischen Jugendlichen mit Hauptschulabschluss zunächst ohne einen dualen Ausbildungsplatz. Bei den deutschen Altersgenossen mit Hauptschulabschluss sind es etwas weniger als die Hälfte. In der Untersuchung werden allerdings die seit 2015 nach Deutschland zugezogenen Schutz- und Asylsuchenden noch nicht berücksichtigt.

Der "Ländermonitor berufliche Bildung 2017", die zweite Ausgabe dieser Bertelsmann-Studie, betrachtet die Ausbildungssituation in Deutschland sowie in jedem einzelnen Bundesland zwischen 2007 und 2015/2016. Bundesweit kommt demnach gut die Hälfte aller jungen Menschen ohne deutschen Pass nicht an eine Ausbildungsstelle im dualen System oder Schulberufssystem.

Mit Blick auf die Gruppe der Jugendlichen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, die Flüchtlinge einschließt, betonte Jörg Dräger als Vorstand der Bertelsmann Stiftung die Wichtigkeit der Integration. Hier leisteten die Bundesländer mit Sonderprogrammen wie Sprachkursen einen wichtigen Beitrag.

(lsa/lnw)
 
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