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Immer mehr Menschen leben allein
Das sind die Städte mit den meisten Single-Haushalten in NRW

NRW: Das sind die Städte und Landkreise mit den meisten Singles
In NRW lebt etwa jeder Fünfte allein (Symbolbild). FOTO: shutterstock/Antonio Guillem
Düsseldorf. In NRW wohnen immer mehr Menschen allein. Mittlerweile leben 19,6 Prozent der Frauen und Männer ohne Partner oder Familie. In Bochum, Münster, Düsseldorf, Bonn und Köln sind es sogar noch deutlich mehr. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

In Nordrhein-Westfalen gibt es immer mehr Einpersonenhaushalte. Ihr Anteil stieg innerhalb von zehn Jahren von 16,4 auf 19,6 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Demnach lebten 2005 etwa 2.946.000 Frauen und Männer allein. 2015 waren es rund 3.432.000, also fast eine halbe Million mehr. Nicht alle seien jedoch Single, betonen die Statistiker. Erfasst werde zum Beispiel auch, wer zwar eine Beziehung führe, mit dieser Person aber nicht zusammenlebe.

Regional gibt es große Unterschiede. In den Städten lebten im Durchschnitt mehr Menschen allein als auf dem Land. Am höchsten war der Anteil der Single-Haushalte in Bochum, Münster, Düsseldorf, Bonn und Köln (zwischen 25 und 30 Prozent). In den Landkreisen Heinsberg, Steinfurt und Borken war ihr Anteil am niedrigsten (unter 14 Prozent). Das zeigt die Übersicht weiter unten.

Es gibt nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch demografische, wie die Statistiker weiter berichten:

  • Insgesamt lebten 2015 mehr Frauen allein in einer Wohnung oder einem Haus. Aber in den Altersgruppen unter 60 Jahren wurden deutlich mehr alleinlebende Männer gezählt. Das erklären die Statistiker damit, dass Männer im Durchschnitt später heiraten und Frauen eine höhere Lebenserwartung haben.
  • Die Zahl der Alleinlebenden ist vor allem in der mittleren Altersgruppe (35 bis 64 Jahre) gestiegen. 2005 lag ihr Anteil bei knapp 15 Prozent, 2015 dagegen bei 19 Prozent. Die Statistiker erklären den Zuwachs unter anderem damit, dass Beziehungen nicht mehr so stabil seien wie früher und mehr Menschen nach Selbstverwirklichung sowie Autonomie strebten.
  • Die meisten alleinlebenden Männer im mittleren Alter (35 bis 64 Jahre) waren ledig, also Junggesellen, die noch nie verheiratet waren. Bei den alleinstehenden Frauen waren es dagegen nur etwa 50 Prozent. 

Anteil der alleinlebenden Menschen an der Bevölkerung (Auswahl)

  • Bochum 29,5 Prozent (plus 8,8 Prozentpunkte gegenüber 2005)

  • Münster 28,8 Prozent (plus 3,2)

  • Düsseldorf 27,2 (plus 2,6)

  • Bonn 27,2 Prozent (plus 5,3)

  • Köln 26,6 Prozent (plus 3,7)

  • Dortmund 24,8 Prozent (plus 5,4)

  • Essen 24,4 Prozent (plus 3 Prozent)

  • Mühlheim an der Ruhr 23,8 Prozent (6,7)

  • Wuppertal 23,3 Prozent (plus 4)

  • Mönchengladbach 22,9 Prozent (plus 4,2)

  • Remscheid 22,8 Prozent (plus 6,8)

  • Duisburg 22,6 Prozent (plus 4,2)

  • Krefeld 22,5 Prozent (plus 6,8)

  • Region Aachen 22,2 Prozent (plus 0,2)

  • Oberhausen 22 Prozent (plus 7,2)

  • Solingen 21,5 Prozent (plus 6,3)

  • Gelsenkirchen 20,5 Prozent (plus 1,3)

  • Leverkusen 19,8 Prozent (plus 1)

  • Kreis Recklinghausen 18,4 Prozent (plus 3,9)

  • Kreis Mettmann 18 Prozent (plus 2,4)

  • Rheinisch-Bergischer Kreis 17,8 Prozent (plus 5)

  • Erftkreis 16,1 Prozent (plus 2,9)

  • Rheinkreis Neuss 16,1 Prozent (plus 1,5)

  • Kreis Kleve 16,1 Prozent (plus 4,4)

  • Kreis Wesel 15,9 Prozent (plus 4,1)

  • Kreis Viersen 15,4 Prozent (plus 2)

  • Rhein-Sieg-Kreis 14,8 Prozent (plus 2,5)

  • Kreis Düren 14,6 Prozent (plus 2,7)

  • Kreis Heinsberg 13,2 Prozent (plus 2,9)

  • Kreis Steinfurt 12,5 Prozent (plus 2,6)

  • Kreis Borken 11,3 Prozent (minus 0,5)

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