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Osterpredigten in NRW
"Nicht Hass mit Hass beantworten"

NRW-Kirchen: Osterpredigten in NRW im Zeichen des Terrors
Der rheinische Präses Manfred Rekowski. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Köln/Münster/Velbert. Der Terror von Brüssel ist Ostern auch ein beherrschendes Thema in Kirchen. Katholische und evangelische Kirchenoberhäupter wollen den Menschen eine Botschaft der Hoffnung mitgeben. Auch den Umgang mit Flüchtlingen sprechen sie an.

Angesichts der der Terroranschläge in Brüssel haben katholische und evangelische Kirchenvertreter zu Ostern Botschaften der Hoffnung vermittelt. Der Glaube an die Auferstehung von den Toten schaffe Hoffnung für die Menschen, sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski am Ostersonntag in seiner Predigt in Velbert.

"Das Leben ist stärker als der Tod"

Die Botschaft laute: "Dass das Leben stärker ist als der Tod, dass wir uns trotz Terror und Gefahr nicht durch Angst lähmen lassen und dass wir nicht Hass mit Hass beantworten", sagte das Oberhaupt der Evangelischen Kirche im Rheinland laut vorab verbreitetem Manuskript.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hatte eine klare Botschaft: "Gottes Liebe ist größer als all die Gewalt und der Hass dieser Welt." FOTO: dpa, hk vfd fdt

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sagte am Sonntag im Domradio, nach den schrecklichen Bildern aus Brüssel könne man nicht einfach wieder zur Tagesordnung übergehen und Ostern feiern, als ob nichts geschehen wäre. Der Osterglaube bedeute aber, dass die Liebe am Ende stärker sei als der Tod. "Gottes Liebe ist größer als all die Gewalt und der Hass dieser Welt."

"Gottes Liebe ist größer als der Hass"

"Europa ist erschüttert", sagte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Osterpredigt. "Dem fanatischen Hass rücksichtsloser Menschenverächter setzt Ostern 2016 ein entschiedenes Signal des von Gott uns erschlossenen Lebens entgegen."

Der Papst wäscht Flüchtlingen die Füße FOTO: ap, GB

Der Bischof von Münster, Felix Genn, ging in seiner Predigt auch auf den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland ein. Er erinnerte an den christlichen Auftrag der Nächstenliebe. "Deshalb können wir es ertragen, dass Fremde in unser Land, in unsere Stadt, in unsere Nachbarschaft kommen. Wir brauchen uns nicht vor Menschen abzuschirmen, die in purer Not bei uns ein besseres Leben suchen", sagte Genn im St. Paulus-Dom in Münster.

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck wandte sich in seiner Osternachtspredigt gegen Abschottung und Grenzschließungen. "Wir dürfen uns nicht in Angst verkriechen", sagte er am Samstagabend im Essener Dom. In Ostern sehe er einen Weckruf zu neuem Mut und einer Offenheit gegenüber Veränderungsprozessen.

(rl/lnw)
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