| 17.20 Uhr

Weihnachtsgebäck in NRW-Supermärkten
Die Rückkehr der Zimtsterne

Weihnachtsgebäck - im August 2017
Weihnachtsgebäck - im August 2017 FOTO: Antje Seemann
Düsseldorf. Während sich der Großteil der deutschen Bevölkerung noch den Sand vom Sommerurlaub aus den Schuhen klopft, stimmt uns der Handel auf die nächste große Konstante im Jahreslauf ein: Weihnachten. Lebkuchen und Zimtsterne sind wieder da. Wollen die Einzelhändler uns damit nur ärgern?

Am Mittwoch zeigten die Thermometer in NRW 30 Grad. Gleichzeitig konnte sich, wer wollte, bereits mit Weihnachtsgebäck eindecken. Allüberall sind sie in den Supermärkten zu sehen: Spekulatius und Lebkuchen, Stollen und Dominosteine. Und mit der gleichen Zuverlässigkeit wird darüber gejammert, dass es aber diesmal sehr früh losgeht, dass doch keiner jetzt schon Weihnachtskekse essen will, dass die ganze Vorfreude auf das Fest kaputt gemacht wird. Und überhaupt, der Konsumzwang, der wird ja immer schlimmer. 

Warum stocken die Produzenten dieser Waren schon im Sommer die Zahl ihrer Mitarbeiter auf und lassen die Produktion von Zimtsternen und Co. auf Hochtouren laufen? Wir glauben: um uns, die Kunden, zu ärgern. Mit diebischer Freude reiben sie sich die Hände und sagen: "Hach, wieder einen Tag früher die Supermarktregale mit Weihnachtswaren geflutet. Da werden sich die Weihnachten-ist-doch-erst-im-Dezember-Fanatiker schön aufregen".

Denn dass jemand diese Berge von Süßwaren schon jetzt kauft, das kann ja gar nicht sein. Ist so wie mit den Trash-Sendungen im Fernsehen: Dschungelcamp guckt ja auch keiner. 

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