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Subventionen füri Einbruchsschutz
NRW will Alarmanlagen fördern

Subventionen füri Einbruchsschutz: NRW will Alarmanlagen fördern
NRW-Bauminister Michael Groschek will Hausbesitzer beim Einbruchsschutz unterstützen. FOTO: dpa
Düsseldorf. Als erstes Bundesland will NRW den Einbruchsschutz von Häusern und Wohnungen staatlich subventionieren. "Das Land fördert Investitionen in den Einbruchsschutz bis zur Hälfte der dabei entstehenden Kosten", kündigte NRW-Bauminister Michael Groschek (SPD) am Dienstag an. Von Thomas Reisener

Als Bedingung nannte er, dass die Investitionen im Zusammenhang mit den Förderprogrammen für die energetische Gebäudesanierung oder für den behindertengerechten Ausbau einer Wohnung stehen. "Die Förderung ist für die Eigentümer gedacht, die den Einbruchsschutz bei einem geförderten Umbau gleich mit verbessern wollen", erklärte Groschek. Die Mittel werden aus den Fördergeldern für Bestandsinvestitionen finanziert, für die das Land bis 2017 pro Jahr 150 Millionen Euro reserviert.

Groschek verspricht sich von der Einbruchschutz-Förderung einen positiven Effekt auf problematische Wohnviertel in NRW. "Wir wollen verhindern, dass die Bürger aus solche Wohnvierteln wegziehen, weil sie sich dort nicht mehr sicher fühlen", so Groschek.

Außerdem kündigte er mehr Geld für den Bau von Sozialwohnungen an. Über Tilgungsnachlässe will NRW Investoren erstmals seit Jahren auch wieder nennenswert bezuschussen. Hierfür stehen im Landeshaushalt 48,5 Millionen Euro bereit. Bis 2017 werde der Mietwohnungsbau in NRW 2014 mit jährlich 450 Millionen Euro gefördert. Laut Groschek braucht das Land dringend mehr Sozialwohnungen. "In NRW gibt es derzeit 500.000 Wohnungen, die gefördert wurden und deshalb zu günstigen Konditionen vermietet werden müssen. Die Preisbindung läuft jährlich für etwa 15.000 Wohnungen aus", so Groschek.

Im Jahr 2012 seien in NRW 100.000 Anträge für den Bezug solcher Wohnungen gestellt worden, aber nur jeder Zweite habe untergebracht werden können. "Der soziale Wohnungsbau ist nicht mehr nur für Arme reserviert", sagte Groschek. Die Verwerfungen auf manchen Mietmärkten hätten zum Beispiel in Düsseldorf dazu geführt, "dass hier inzwischen jeder zweite Anspruch auf eine geförderte Wohnung hat". Eine Übersicht zu den Förderprogrammen gibt das Ministerium im Internet: www.mbwsv.nrw.de
 

Quelle: RP
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