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Ab Wintersemester 2015/16
NRW will flächendeckende Online-Vergabe für Studienplätze

2014: So starten die Erstsemester in Düsseldorf
2014: So starten die Erstsemester in Düsseldorf FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen sollen sich alle staatlichen Hochschulen schon zum nächsten Wintersemester am Online-System zur Studienplatzvergabe beteiligen. Für besonders begehrte Fächer wie Betriebswirtschaft, Jura oder Psychologie solle das sogenannte Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) ab dem Wintersemester 2015/16 verpflichtend sein, sagte eine Sprecherin des Wissenschaftsministeriums am Freitag. Mit dem Online-System soll das Vergabe-Chaos bei Studienplätzen künftig vermieden werden.

Das Programm speichert den Angaben zufolge, an welchen Orten sich der Anwärter auf welchen Studienplatz beworben hat und wo er genommen wird.

Bei alle anderen Hochschulen wird der Bewerber dann automatisch gestrichen, was wiederum das Nachrückverfahren für andere beschleunigt. Wer studieren möchte, kann sich an bis zu sieben Hochschulen bewerben.

Im Februar war bekanntgeworden, dass bundesweit knapp 15 000 begehrte Bachelor- und Master-Studienplätze mit Beschränkung durch Numerus clausus (NC) auch gegen Ende des Wintersemesters noch unbesetzt waren.

Das Serviceverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung gibt es schon länger. 2008 löste es die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) ab. Bildungsexperten kritisieren jedoch, dass damit immer noch viel zu wenige Hochschulen arbeiten. In NRW waren es im Wintersemester 2014/15 nach Angaben des Wissenschaftsministeriums acht von 30 Hochschulen, bundesweit beteiligten sich 62.

(lnw)
 
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