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NRW
Zahl der Ausländer auf Rekordniveau

NRW von A bis Z
NRW von A bis Z FOTO: dpa, Martin Gerten
Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen hat die Zahl der Ausländer ein Rekordniveau erreicht. Sie stieg seit den 1990er Jahren stetig auf rund 2,1 Millionen, wie das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf mitteilte. Gegenüber 2013 gab es im vergangenen Jahr 5,7 Prozent oder 110.988 Personen mehr Frauen und Männer mit nicht deutschem Pass.

Den größten Anteil der 2.074.230 Einwohner stellten mit 512.703 Menschen Türken, gefolgt von Polen (185.091) und Italienern (132.124). Bei den außereuropäischen Staatsangehörigkeiten dominierten Personen mit marokkanischem (34.943), syrischem (31.348), chinesischem (28.105) und irakischem (27.272) Pass, berichtete das Statistikamt unter Berufung auf das Ausländerzentralregister.

Differenziert nach Kontinenten besaßen 1.657.392 Ausländer 2014 eine europäische, 251.665 eine asiatische, 111.174 eine afrikanische und 37.852 eine amerikanische Staatsangehörigkeit; der geringste Teil der ausländischen Einwohner (2.367) kam aus Australien und Ozeanien. Von den fast 1,7 Millionen Ausländern mit europäischer Staatsangehörigkeit besaßen 848.552 einen Pass der EU-Staaten.

2014 lebten nach den Angaben über 1,4 Millionen Ausländer (68 Prozent) seit mindestens acht Jahren in NRW und könnten somit einen Anspruch auf Einbürgerung geltend machen. 890.142 von ihnen sind seit mindestens 20 Jahren in NRW. Nahezu jeder zehnte (203.737) Ausländer wohnte in Köln. In Düsseldorf waren 135.421 Menschen mit ausländischem Pass ansässig. Hier hatten sich mit 6.052 auch mehr als die Hälfte aller in NRW lebenden Japaner niedergelassen.

In Deutschland gibt es insgesamt 8,2 Millionen Ausländer. Mehr dazu hier.

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(KNA)