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Prozess in Hamm
Pflanzenschutzmittel auf Bio-Acker - Gericht schlägt Vergleich vor

Pflanzenschutzmittel auf Bio-Acker - Gericht schlägt Vergleich vor
Das Oberlandesgericht in Hamm. FOTO: dpa, cas dul
Hamm. Ein Bio-Landwirt fordert tausende Euro Schadenersatz, weil in seinen Pflanzen ein Pflanzenschutzmittel nachgewiesen wurde, das nicht "bio" ist. Er macht Nachbarbetriebe dafür verantwortlich. 

Laut Mitteilung von Donnerstag schlägt der 24. Zivilsenat am Oberlandesgericht in Hamm (OLG) vor, den Rechtsstreit durch die Erstattung von 45 Prozent der genannten Schäden und einer Zahlung von 2500 Euro für Analysekosten zu beenden.

Der klagende Landwirt wirft seinen konventionell arbeitenden Nachbarbetrieben vor, dass deren Pflanzenschutzmittel auf seine Bio-Flächen gelangt sind. Er fordert 10.000, 21.500 und 40.000 Euro Schadenersatz von den drei Landwirten. Rund vier Wochen haben die Beklagten jetzt Zeit, über eine Einstellung zu beraten.

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Lehnen die Landwirte den Vorschlag ab, soll ein zusätzlicher Gutachter klären, ob die Pflanzenschutzreste (Pendimethalin) von den Nachbarn stammen können, oder ob auch Wind, Thermik oder Ausgasungen von weiter entfernten Ackerflächen der Grund sein könnten.

(sef/dpa)
 
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