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Castortransporte in NRW
Jülicher Atommüll soll nach Ahaus

Pläne: Atommüll aus Jülich soll nach Ahaus
Gelbe Fässer für Atommüll stehen in rund 500 Metern Tiefe in Morsleben (Archivbild). FOTO: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa
Aachen. Die 152 Castorbehälter im Zwischenlager Jülich sollen ab 2019 ins rund 180 Kilometer entfernte Ahaus transportiert werden. Laut Medienberichten hat sich darauf eine Kommission aus Bundes- und Landesministerien geeinigt.

Es gebe allerdings große Bedenken gegen diesen Plan, heißt es in der "Aachener Zeitung". Wenn die Transporte wie derzeit geplant verlaufen, werden die Behälter einzeln auf speziellen Lkw ins Zwischenlager nach Ahaus gebracht.

In diesem Fall wären Ende 2020 alle Castoren nahe der Kleinstadt im Nordwesten NRWs eingelagert. Die Sicherheitsbehörden haben erhebliche Zweifel, ob es realistisch ist, 152 Einzeltransporte bis 2020 abzufertigen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW hält das Vorhaben mit dem derzeitigen Personalstamm nicht für machbar. Vor allem weil sie mit erheblichem Widerstand gegen die Transporte rechnet.

Zudem ist auch noch nicht abschließend geklärt, ob ein Transport mit Lkw über öffentliche Straßen alle Sicherheitsauflagen erfüllen kann. Zwar sind die anderen Optionen - Transport der Brennelemente in die USA und Neubau eines Zwischenlagers in Jülich - nach Angaben der Ministerien nicht vom Tisch. Doch nach Informationen der Aachener Zeitung wird der Ahaus-Transport als realistischste Variante eingestuft. Auch in Ahaus können die Brennelemente allerdings nicht endgültig bleiben. Die Lagergenehmigung endet 2036. Die Stadt hat Klage beim Oberverwaltungsgericht Münster eingelegt.

(ots)
 
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