| 18.51 Uhr

Objekte in Düsseldorf und Neuss
Polizei durchsucht im Fall Al Bakr Wohnungen in NRW

Fall Dschaber al Bakr: Großeinsatz in Chemnitz
Fall Dschaber al Bakr: Großeinsatz in Chemnitz FOTO: AFP/ LKA Sachsen
Düsseldorf/Karlsruhe. Im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen Dschaber al Bakr hat die Polizei am Mittwoch Wohnungen von vier Syrern in Nordrhein-Westfalen, darunter auch Objekte in Düsseldorf und Neuss durchsucht. Dem Bericht zufolge sollen sie Al Bakr als Geldboten mit etwas mehr als 2000 Euro versorgt haben.

Allerdings sei unklar, ob sie von den Terrorplänen wussten. Die Männer würden deshalb formal als Zeugen und nicht als Beschuldigte geführt und seien auch nicht festgenommen worden, berichtet "Spiegel Online". 

Das Verfahren der Bundesanwaltschaft sei von der NRW-Polizei personell und logistisch unterstützt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf auf dpa-Anfrage. Die Beamten seien in Düsseldorf und im benachbarten Neuss im Einsatz gewesen. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft betonte, die Durchsuchungsaktion richte sich nicht gegen Beschuldigte.

Al Bakr hatte in seiner Wohnung in Chemnitz eineinhalb Kilogramm Sprengstoff, mit dem er laut Ermittlern im Auftrag der Terrormiliz IS einen Berliner Flughafen angreifen wollte. Kurz nach seiner Festnahme im Oktober erhängte sich Al Bakr in Untersuchungshaft. Sein zunächst als Komplize verdächtigter Vermieter ist inzwischen wieder frei.

(siev/dpa)
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