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Nach Explosion in Hennef
Polizei findet weitere Granaten und gefährliches Material

Explosionen in Hennef: Privates Munitionslager geht in die Luft
Hennef. Nach der Granatenexplosion in Hennef geben die Ermittler noch keine Entwarnung. Bei der Durchsuchung der Unglücksstelle stoßen immer weiter auf gefährliche Teile. Der Verdächtige zeigt sich inzwischen etwas kooperativer.

Nach der Explosion illegal gehorteter Sprengkörper vor einem Haus in Hennef an der Sieg haben Spezialisten weiteres gefährliches Material entdeckt. Ermittler hätten in dem Haus Teile von Granaten und Treibladungen gefunden, berichtete ein Sprecher der Polizei in Siegburg am Dienstag.

Am Vortag war eine Kiste mit Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg vor dem Haus explodiert. Rettungskräfte und Sprengstoffexperten waren im Großeinsatz. Ob die Detonation wie zunächst vermutet durch die starke Sonneneinstrahlung ausgelöst wurde, stehe noch nicht endgültig fest, sagte der Polizeisprecher. Brandermittler und Sprengstoffexperten waren am Dienstag noch bei der Arbeit.

Privates Munitionslager in Hennef explodiert FOTO: dpa, hka pil

Der 51-jährige Mann, der gemeinsam mit seinen Eltern in dem Haus wohnte, wurde am Dienstag noch vernommen. Die mehr als 80 Jahre alten Eltern wurden bei dem Einsatz am Montag ebenso wie viele Nachbarn auch in Sicherheit gebracht. Mit ihnen müsse noch gesprochen werden, sagte der Polizeisprecher.

Der 51-Jährige sei inzwischen kooperationsbereit und sage auch, wo noch gefährliches Material liegen könnte. Die Granaten habe er nach eigener Aussage auf Trödelmärkten zusammengekauft. Für Gerüchte aus der Nachbarschaft, nach denen er die gefährlichen Teile gezielt mit Detektoren gesucht habe, habe die Polizei noch keine Belege. Offen war am Dienstagmittag noch, ob ein Haftbefehl gegen den Mann beantragt wird. Ihm wird ein Verstoß gegen das Waffengesetz bzw. das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen.

(top/lnw)
 
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