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Prozess in Aachen
Polizisten wegen Knöllchens verprügelt

Prozess in Aachen: Polizisten wegen Knöllchens verprügelt
Nach dem Angriff führte die Dürener Polizei einen Beteiligten ab. FOTO: AZ/AN
Aachen/Düren. Mit einem Knöllchen nimmt das Unheil seinen Lauf: Ein städtischer Mitarbeiter fühlt sich bedroht und ruft die Polizei. Die Polizisten werden angegriffen und verletzt. Nun beginnt der Prozess.

Ein halbes Jahr, nachdem in Düren ein Mann mit seinen Söhnen zehn Polizisten wegen eines Knöllchens angegriffen und verletzt haben soll, beginnt an diesem Freitag in Aachen der Prozess. Laut Anklage soll der Vater einen Knöllchen schreibenden Mitarbeiter des Ordnungsamtes beschimpft und bedroht haben: Wenn er sich noch einmal in der Straße blicken lasse, werde er ihn umbringen. Als mehrere Söhne des Mannes dazukamen, rief der Mann vom Ordnungsamt laut Anklage die Polizei, die ihrerseits Verstärkung anforderte, wie ein Sprecher des Landgerichts Aachen mitteilte.

Bei dem Angriff soll ein 29-Jähriger einem Polizisten mit einem Radmutterschlüssel die Augenhöhle zertrümmert haben. Die Polizei brachte den Angreifer mit Pfefferspray unter Kontrolle. Dem Hauptangeklagten wirft die Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung vor, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchte Nötigung.

Vorher soll der 47-jährige Vater versucht haben, einen Polizisten mit dem Radmutterschlüssel zu attackieren, wurde aber mit Pfefferspray davon abgehalten. Ihm wirft die Anklage unter anderem versuchte gefährliche Körperverletzung vor. Ein zweiter ebenfalls 29-Jähriger Mann hat laut Anklage ebenfalls versucht, mit dem Radmutterschlüssel zuzuschlagen. Er ist ebenfalls der versuchten gefährlichen Körperverletzung angeklagt und der vorsätzlichen Körperverletzung. 

(top/nw)