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Zukunftsatlas 2016
Wohlstand und Lebensqualität - so geht es den Städten in NRW

Prognos-Zukunftsatlas: Düsseldorf in den Top 25, Ruhrgebiet mit Zukunftsrisiken
Düsseldorf (hier ein Archivbild der Rheinwiesen) punktet unter anderem bei Arbeitsmarkt, Innovation und Dynamik FOTO: dpa, mjh pil
Frankfurt/Düsseldorf. Wenn es um Wirtschaftskraft und Lebensqualität geht, hängen viele Regionen in NRW dem Süden Deutschlands hinterher. Das geht aus dem "Zukunftsatlas 2016" des Prognos-Instituts hervor. Immerhin: Düsseldorf landet in den Top 25. Von Dana Schülbe

Alle drei Jahre untersucht das Prognos-Institut die Zukunftsaussichten aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland. 29 Indikatoren wie Wohlstand, Arbeitsmarkt oder soziale Lage werden dabei unter die Lupe genommen. Seit 2004 sind der Landkreis und die Stadt München Spitzenreiter in dem Ranking für das "Handelsblatt". Doch wie sieht es in NRW aus?

Dass der Strukturwandel gerade dem Ruhrgebiet Schwierigkeiten bereitet, ist schon in mehreren Studien dargelegt worden. Die Prognos-Studie kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Besonders in den Ruhrgebietsstädten Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen und Herne sehen die Experten hohe Risiken für die Zukunft.

Duisburg abgeschlagen auf Rang 363

Peter Kaiser, Projektleiter des "Zukunftsatlas", spricht von einem Teufelskreis aus hoher Verschuldung, hoher Arbeitslosigkeit und hohen Soziallasten. So fehle in den klammen Stadtkassen Geld etwa zur Finanzierung von Freizeit- oder Kultureinrichtungen – Dinge, die die Lebensqualität der Städte und Kreise steigern würden. 

Entsprechend landet zum Beispiel Duisburg weit abgeschlagen auf Platz 363 des Rankings – untersucht wurden 402 kreisfreie Städte und Kreise in Deutschland. Auch Krefeld, Remscheid und Solingen landen auf den hinteren Plätzen (Plätze 335, 325 und 324). Zu den Absteigern gehören zudem Mühlheim an der Ruhr, das im Vergleich zum letzten Ranking 114 Plätze verliert, und Leverkusen, das 107 Plätze verliert.

Wesentlich besser stehen der Kreis Mettmann, der Rheinisch-Bergische Kreis oder der Rhein-Kreis Neuss da, die sich im mittleren Feld positionieren können (Plätze 143, 99 und 97). 

Köln, Bonn und Münster können punkten

Für die großen Städte in NRW sehen die Experten dagegen gute Zukunftschancen – allen voran Düsseldorf. Die Landeshauptstadt schafft es als einzige NRW-Stadt in die Top25, landet auf dem 21. Platz. Im Bereich Arbeitsmarkt schafft sie es auf Platz 15, im Bereich Dynamik auf 25 und im Bereich Innovation auf 21.

Verhältnismäßig gute Noten gibt es aber auch für Bonn, Köln und Münster, die auf den Plätzen 37, 38 und 41 landen. Köln etwa kann insbesondere hinsichtlich der Dynamik punkten (Platz 10), Bonn beim Arbeitmarkt (Platz 11) und Münster in Sachen Demografie (Platz neun).

Insgesamt allerdings, so die Experten, hängt NRW ebenso wie viele andere Regionen Deutschlands dem Süden hinterher. "Das doppelte Gefälle zwischen West und Ost sowie Süd und Nord bleibt unverändert", sagt Peter Kaiser. Gute Nachrichten konnten die Experten für einige ostdeutsche Großstädte vermelden, die im Ranking aufholen – wie etwa Leipzig. Und der größte Aufsteiger im neuen Ranking ist Berlin.

mit Material von dpa

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