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Doppelmord-Prozess in Bochum
Mediziner findet keine Besonderheiten in Marcel H.s Gehirn

Mutmaßlicher Kindermörder Marcel H. vor Gericht
Mutmaßlicher Kindermörder Marcel H. vor Gericht FOTO: dpa, htf
Bochum. Im Doppelmord-Prozess vor dem Bochumer Landgericht ist ein Radiologe als Zeuge befragt worden, der das Gehirn des Angelagten Marcel H. untersucht hat. 

Der Radiologe hatte die Gehirnuntersuchung des 20-Jährigen durchgeführt. Diese hatte eine Sachverständige angeregt, um herauszufinden, ob das Gehirn des Angeklagten irgendwelche pathologischen Auffälligkeiten zeigt. Wie eine Gerichtssprecherin mitteilte, entdeckte der Mediziner aber "keine Besonderheiten". 

Das Gesamtergebnis dieser Untersuchung wird in das psychiatrische Gutachten einfließen, das im Januar im Prozess Gegenstand werden soll. 

Marcel H. überraschte in der Verhandlung am Montag damit, dass er seine dunkelblonden Haare komplett abrasiert hat. Ein Gefängnis-Arzt sagte nach Angaben der "Bild"-Zeutung aus, der Angeklagte sei bei einer Blutabnahme kollabiert, weil er kein Blut sehen könne. 

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H. hat am Anfang des Prozesses über seinen Verteidiger zugegeben, seinen neunjährigen Nachbarsjungen Jaden und den 22 Jahre alten Christopher, den er aus der Schule kannte, mit zahlreichen Messerstichen getötet zu haben. Nach der ersten Tat schickte er einem Bekannten ein Foto von sich neben dem toten Neunjährigen, das ihn mit blutverschmierter Hand und einem Grinsen im Gesicht zeigt. 

Ein Urteil wird für Januar erwartet. 

(hsr)