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Bluttat in Ahaus
Angeklagter schweigt zum Mord an Flüchtlingshelferin

Prozess um Mord an Flüchtlingshelferin in Ahaus: Angeklagter schweigt
Vorm Landgericht in Münster hat der Mordprozess gegen einen 28-Jährigen begonnen (Symbolbild). FOTO: dpa
Münster. In Münster steht ein Asylbewerber aus Nigeria vor Gericht, weil er in Ahaus eine Frau getötet haben soll. Der Mann schweigt. Aber das Opfer hatte der Polizei noch einen Hinweis gegeben können, bevor sie starb. 

Sechs Monate ist es her, dass die Flüchtlingshelferin im Münsterland getötet wurde. Der angeklagte Asylbewerber aus Nigeria soll die Studentin aus Ahaus im Februar auf der Straße erstochen haben. Laut Anklage beanspruchte er die 22-Jährige nach einer kurzen Beziehung für sich. Er habe die Vorstellung nicht ertragen, dass sie sich einem anderen Mann zuwenden könnte.

Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht am Montag schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen. Für den Prozess sind zunächst fünf weitere Verhandlungstage bis zum 20. September angesetzt worden.

Der 28-Jährige war nach der Tat geflohen. Er wurde zwei Tage später in der Schweiz festgenommen. Die 22-Jährige hatte der Polizei im Sterben den entscheidenden Hinweis auf den Mann gegeben.

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(wer/dpa/afp)
 
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