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Rahden bei Bielefeld
SEK-Großeinsatz: Polizei gibt Entwarnung

SEK-Großeinsatz: Polizei sucht Terroristen in Rahden
SEK-Großeinsatz: Polizei sucht Terroristen in Rahden FOTO: dpa, mg axs
Düsseldorf. Nach einem massiven Polizeieinsatz auf der Suche nach dem Terrorverdächtigen Salah Abdeslam im ostwestfälischen Rahden hat die Polizei Entwarnung gegeben.

Ein Hinweis, dass der international gesuchte Mann und Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris sich in Rahden im Kreis Minden-Lübbecke aufhalten könnte, bestätigte sich am Dienstag nicht, wie die Behörden mitteilten. Mehrere Personen seien am Dienstag überprüft worden. Der Gesuchte sei jedoch nicht darunter gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Mehrere Personen seien am Dienstag bei einem größeren Einsatz überprüft worden. Der Gesuchte sei jedoch nicht darunter gewesen, sagte ein Polizeisprecher. "Nach unseren Ermittlungen können wir bislang davon ausgehen, dass die kontrollierten Personen in keinem Zusammenhang mit den Pariser Attentaten stehen." Allerdings dauere die Überprüfung der Personalien an. Der Hinweis auf den international zur Fahndung ausgeschriebenen Abdeslam sei aus der Bevölkerung gekommen. Es habe Anlass gegeben, den Verdacht ernst zu nehmen, sagte ein Polizeisprecher.

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Mit Spezialeinheiten war die Polizei daher am Dienstag in der kleinen Stadt am nördlichen Rand Nordrhein-Westfalens angerückt. Einige Straßen im Ortsteil Varl waren stundenlang abgeriegelt. Im Visier standen eine Wohnung sowie ein Fahrzeug. Im Laufe des Einsatzes seien dann neun Menschen, darunter drei Kinder, kontrolliert worden, ohne dass der Verdacht erhärtet werden konnte.

Am Nachmittag hatte die Polizei bereits bestätigt, dass man Hinweisen aus der Bevölkerung auf den international gesuchten Salah Abdeslam nachgehe. "Es gab jemanden, der sagte, er sei dort", sagte ein Polizeisprecher. Laut "Westfalen-Blatt" hatte es eine Festnahme gegeben. Der Zugriff sei auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Rahden  erfolgt. Nach Feststellung der Personalien sei die Person aber wieder freigelassen worden. Die Polizei hatte die Festnahme dementiert.

Zwischenzeitlich waren auch Straßen von der Polizei abgesperrt worden. "Wir sind natürlich schon aufgefordert, dass ernst zu nehmen. Und da wir das Ganze ernst nehmen müssen, haben wir uns dementsprechend aufgestellt, um vor Ort auch den Einsatz entsprechend bewältigen zu können", hatte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Anwohner bestätigen gepanzerte Fahrzeuge auf den Straßen.

Rahden liegt im Kreis Minden-Lübbecker im Regierungsbezirk Detmold 50 Kilometer nördlich von Bielefeld. 

Abdeslam gilt als einer der Hauptverdächtigen für die Anschläge in Paris am 13. November mit 130 Toten und Hunderten Verletzten

mit Material der Agentur dpa

(top/felt/dpa)
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