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Prozess in Bielefeld
Raubmord von Rietberg - Zeuge sagt hinter Sichtschutz aus

Raubmord von Rietberg - Zeuge sagt hinter Sichtschutz aus
Die Verteidiger Timo Scharrmann (l) und Martin Rother (r) im Landgericht in Bielefeld neben dem Angeklagten Robert D. (unten). Im Hintergrund der Angeklagte Arthur D.. Die zwei Angeklagten sollen sich wegen gemeinschaftlichen Mordes vor Gericht verantworten. FOTO: dpa, frg cul
Bielefeld. Im Prozess um den Raubmord auf einem Gehöft im ostwestfälischen Rietberg hat am Freitag eines der Opfer vor Gericht ausgesagt.

Der heute 64 Jahre alte Mann hatte im November 2015 den Überfall nach Schlägen auf den Kopf schwer verletzt überlebt, sein ein Jahr älterer Bruder wurde getötet. Von den Angeklagten war der Mann im Gerichtssaal am Bielefelder Landgericht durch zwei Sichtschutzwände getrennt.

Zur Identität der Angreifer konnte er am dritten Verhandlungstag keine Aussage machen. Ihm sei seine Armbanduhr und seine Geldbörse mit rund 700 Euro abgenommen worden.

Auffallend sei gewesen, dass einer der Täter mit mehreren Kabelbindern an beiden Handgelenken ins Haus gestürmt sei. Die Ermittler waren den Angeklagten anhand von DNA-Spuren an zurückgelassenen Kabelbindern auf die Spur gekommen.

Zwei Männer stehen wegen gemeinschaftlichen Mordes vor Gericht. Ein dritter ist flüchtig. Gemeinsam sollen sie das Brüderpaar überfallen, gefesselt und brutal malträtiert haben, um an Geld zu kommen. Sie flüchteten mit rund 700 Euro. Die Polizei fand später mit Hilfe eines Suchhundes rund 400 000 Euro versteckt in dem Haus in Ostwestfalen.

Von der großen Bargeldsumme will der Zeuge nichts gewusst haben.
"Mein Bruder hat sich um den Haushalt, ums Kochen und um die Finanzen gekümmert", sagte er aus. Die beiden alleinstehenden Männer lebten unter einem Dach.

(lnw)
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