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Parlamentarische Anfrage in NRW
Rotes Kreuz zahlt Beschäftigten in Asylunterkünften zu wenig

Parlamentarische Anfrage in NRW: Rotes Kreuz zahlt Beschäftigten in Asylunterkünften zu wenig
Das Symbol des Deutschen Roten Kreuzes auf einer Jacke (Symbolbild). FOTO: dpa, cw dna rho
Düsseldorf. Als Betreiber zahlreicher Flüchtlingsunterkünfte des Landes Nordrhein-Westfalen zahlt das Deutsche Rote Kreuz an seine Beschäftigten offenbar bisher keine angemessenen Tarifgehälter.

NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) erklärte am Mittwoch auf eine parlamentarische Anfrage der SPD, dass bei den DRK-Betreuungsdiensten aufgrund "der nichteinkalkulierten finanziellen Belastungen" keine sofortige und vollständige Umstellung auf den sogenannten "Reformtarif" erfolge. Damit würden frühere Zusagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegenüber der Landesregierung nicht eingehalten.

Stamp wies darauf hin, dass die Ausgestaltung der Arbeitsverhältnisse von Flüchtlingsheim-Betreibern nicht in den Einflussbereich des Landes falle. Insofern habe die Landesregierung "keine durchgreifenden Möglichkeiten", um für das Betreuungspersonal in Asylbewerberunterkünften eine tarifgerechte Entlohnung zu erwirken.

Derzeit könne das Land in diesem Konflikt nur als Mittler zwischen dem DRK und der Gewerkschaft verdi auftreten. Die Gewerkschaft zeigte sich über die Entlohnungspraktiken des DRK in Landeseinrichtungen empört.

(KNA/heif)
 
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