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Region bereit für St. Martin
Wir wissen jetzt schon, was die Martinssänger bekommen

Die schönsten Sankt-Martin-Körbchen aus der Region
Die schönsten Sankt-Martin-Körbchen aus der Region FOTO: Nicole Hild
Düsseldorf. In diesen Tagen ziehen Kinder mit selbst gebastelten Laternen durch die Straßen, klingeln an Türen und singen "Laterne, Laterne" oder "Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind". Wir zeigen, was unsere Leser für die kleinen Sänger vorbereitet haben. 

In Kindergärten und Grundschulen werden die traditionellen Lieder schon Wochen vor Sankt Martin einstudiert. Aus Kleister, Kreppapier und Pappkarton werden kleine Laternen-Kunstwerke geschaffen. In diesen Tagen ist es endlich so weit: Die Sankt-Martins-Züge ziehen durch die Region. Bunte Laternen und Weckmänner dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie ein großes Martinsfeuer. 

Und nach den Umzügen wartet eine weitere Tradition: In kleinen Grüppchen ziehen Martinssänger von Tür zu Tür und hoffen auf großzügige Spenden in Form von Mandarinen, Schokolade oder Weingummi. "Gripschen" heißt das in Düsseldorf und im Bergischen Land, im südlichen Rheinland "schnörzen". 

Sorge um Martinstradition

Jasmin Stobbe aus Leverkusen hat sich darauf besonders gut vorbereitet. Mit ihrem sechsjährigen Sohn Luca hat sie bunte Tütchen zusammengestellt, gefüllt mit Weingummi und Lutschern. "Kindern macht man gerne so eine Freude", sagt sie. "Leider kommen jedes Jahr immer weniger singen." In diesem Jahr seien nach den ersten Umzügen aber schon einige Sängergruppen bei ihr gewesen. Über die Tütchen haben sie sich bestimmt gefreut. 

Auch Nicole Hild sorgt sich um die Martinstradition. "Wir sind mit unseren Kindern immer bis 21 Uhr gelaufen, die Taschen waren voll", erinnert sie sich. "Heute machen viele nicht mal mehr die Tür auf, das finde ich schade." Wer bei ihr klingelt, hat Glück: Eine große Schüssel mit Mandarinen steht bereit und daneben eine prall gefüllte Süßigkeiten-Schale. 

"Kindheit zum Erleben"

Viele erinnert die Martinstradition an die eigene Kindheit: Ute Saalasti zum Beispiel. "Damals gingen wir von Haus zu Haus und sammelten die begehrten Süßigkeiten", sagt sie. "Ich konnte es immer gar nicht erwarten, bis es endlich dunkel wurde."

Für Ariane Skroblin-Wrotny ist dieses Jahr das erste, in dem keines ihrer eigenen Kinder oder Nichten und Neffen mehr singen und sammeln geht. Die sind mittlerweile zu alt. Dennoch liebt die Dormagenerin das Martinsfest: "Sankt Martin ist Kindheit zum Erleben", sagt sie. "Wenn ich die Kinder mit ihren Laternen sehe, wie stolz sie mit ihnen laufen und ihre Lieder singen, kommen mir oft die Tränen."

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(tak)
 
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