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Kälteeinbruch
Erster Schnee in NRW: Warnung vor glatten Straßen

Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit
Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit FOTO: dpa, crj fdt
Düsseldorf. Es wird winterlich. Mit sechs bis acht Grad wird der Mittwoch der kälteste Tag der Woche. In der Eifel, dem Bergischen Land und dem Hochsauerland kann  sogar Schnee fallen. Für die Nacht wird schon vor Straßenglätte gewarnt.  Von Carolin Skiba

Die Tiefstwerte in der Region lagen in der Nacht zu Montag bei minus ein Grad am Düsseldorfer Flughafen, Remscheid konnte mit drei Grad den höchsten Wert verzeichnen. Laut Wetter-Experte Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst wird das auch erst mal so bleiben. "Der kälteste Tag wird vorerst der Mittwoch dieser Woche sein, mit sechs bis acht Grad", sagt er. In der Eifel, dem Bergischen Land und dem Hochsauerland könne morgen sogar mit Schnee gerechnet werden. "Ab 400 Meter Höhe ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die ersten Anzeichen von Winter zu sehen sind", sagt der Meteorologe.

Der Deutsche Wetterdienst warnt daher schon in der Nacht zu Mittag vor Straßenglätte. Ab 400 Metern Höhe soll es schneien. "Dabei besteht streckenweise Glättegefahr durch Schneematsch, oberhalb von 600 Metern auch durch eine Neuschneedecke zwischen zwei und fünf Zentimetern", hieß es am Dienstagabend im jüngsten Warnlagebericht. 

Tipps: Das sind die schönsten Herbst- und Winterorte FOTO: Camilo Torres /Shutterstock.com

In den Tagen danach würden die Temperaturen aber erst mal wieder ansteigen auf rund zehn Grad am Freitag. Allerdings, so Witt, könne man zum Wochenende ziemlich sicher mit anhaltendem Regen rechnen. Zwar sei die Tendenz für die folgende Woche nicht so kühl, "von einem goldenen Herbst sind wir momentan aber weit entfernt". Die niedrigen Temperaturen zu dieser Zeit seien eher ungewöhnlich, sagt Witt. "Im Normalfall haben wir Höchsttemperaturen von 14 bis 15 Grad."

Verkehr Mit sinkenden Temperaturen wird es Zeit, das Auto winterfest zu machen. Heinz-Gerd Lehmann vom ADAC sagt: "Gerade in Niederungen gibt es schnell mal Raureif, daher sollte man jetzt auf jeden Fall schon die Winterreifen montieren." Generell gelte die Faustregel, dass man mit Winterreifen von Oktober bis Ostern am besten fahre. Dabei sollte man beachten, dass das Profil der Reifen vier Millimeter dick ist. "Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter, aber je weiter es unter vier Millimeter geht, umso schlechter ist die Traktion, also die Antriebskraft." Wichtig sei außerdem, das Kühlsystem prüfen zu lassen und Frostschutzmittel aufzufüllen. Auch die Scheibenwischanlage sollte mit Scheibenenteiser befüllt werden. Die Wischer bei Bedarf unbedingt erneuern. Um die Wischblätter zu schützen, empfiehlt der Experte ein Stück Pappe, das unter die "Wischlippen" geklemmt ein Festfrieren verhindert. Die Türgummis können mit Silikonstiften, die es in vielen Werkstätten zu kaufen gibt, eingeschmiert werden, damit diese ebenfalls nicht festfrieren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfiehlt Lehmann, auch die Batterie oder sogar die Lichtmaschine checken zu lassen. Um den Lack vor Frost zu schützen, sei es sinnvoll, Hartwachs auf das Auto aufzubringen, das den Lack widerstandsfähiger macht. Und sonst? Eiskratzer und Enteiser ins Handschuhfach und eine Decke ins Auto. "Die kann Gold wert sein, wenn man bei Kälte mal irgendwo festsitzt." Was im Winter noch ins Auto gehört, erfahren Sie hier. 

Das sind die sieben Todsünden beim Heizen FOTO: AP

Streusalz Mit den ersten Schneeflocken machen sich auch die Streudienste für ihren Einsatz auf den Straßen bereit. "Straßen.NRW ist mit rund 205 000 Tonnen Streusalz startklar für die frostige Jahreszeit", kündigte der Landesbetrieb am Dienstag an. Die Lager sind voll, weil nach dem vergangenen und vergleichsweise warmen Winter tonnenweise Streusalz übriggeblieben ist. "Salz kann man drei Jahre lagern, wenn es trocken liegt", sagte Straßen.NRW-Sprecher Stephan Lamprecht. Auch Kommunen und Kreise sind auf den Winter vorbereitet.

Heizen Langsam, aber sicher werden die Heizungen angestellt. Wie man am besten lüftet und heizt, und wie feuchte Luft vermieden wird, weiß Rita Maria Jünnemann von der Verbraucherzentrale. Sie empfiehlt das Stoßlüften als effektivste und energiesparendste Variante, um frische Luft ins Haus zu bekommen. "Fünf bis zehn Minuten reichen aus, um einen kompletten Luftaustausch herzustellen", sagt sie. Wenn ein Durchzug möglich ist, dann geht es noch schneller. In dieser kurzen Zeit kühlen die Wände nicht aus, die Feuchtigkeit kann aber hinaus befördert werden, so dass kein Schimmel entsteht. Sie empfiehlt, drei bis vier Mal am Tag zu lüften, je nachdem, wie viel Zeit man zu Hause verbringt. 

Bilder: Die Schnee-Fotos unserer Leser vom 24. Januar 2015 FOTO: Manfred Dohmen

Sind die Fenster geöffnet, sollten die Heizkörper abgestellt sein. Ansonsten gilt es, die komplette Wohnung gleichmäßig zu heizen. "Ein einzelner Raum kann nicht alle anderen mitheizen, dafür ist die Heizung nicht ausgelegt", sagt Jünnemann. Auch wenn man außer Haus ist, sollte die Heizung moderat an sein - es ist effizienter, als die Wohnung immer wieder neu einheizen zu müssen.

Was die sieben Todsünden beim Heizen sind, lesen Sie hier. 

Mit Agenturmaterial

Quelle: RP
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