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Nach Debatte um muslimischen Schützenkönig
Schützenverband will sich für Nicht-Christen öffnen

Schützenverband will sich für Nicht-Christen und Homosexuelle öffnen
Der Schützenkönig Mithat Gedik und seine Frau Melanie beim Schützenfest in Werl-Sönnern im Juli 2014. Gedik ist Muslim, die Schützenbruderschaften aber sind christlich. Das hatte zu einer Debatte geführt. FOTO: dpa
Leverkusen. Gut ein Jahr nach der heftigen Debatte um einen muslimischen Schützenkönig aus Westfalen diskutiert der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften über eine Lockerung seiner strengen Satzung. Den Mitgliedern liegt ein Vorschlag ihres neuen Bundesschützenmeisters vor, auch Nicht-Christen als Mitglieder aufzunehmen.

Vorbehalte gegen homosexuelle Schützen sollen fallen. Auch sie könnten demnächst Schützenkönig werden. Sie müssten sich dann aber eine Königin als Mitregentin nehmen.

Bis November sollen die Bruderschaften vor Ort über die Vorschläge diskutieren, über die in einigen Medien bereits berichtet wurde. Dann will der Hauptvorstand eine Satzungsänderung erarbeiten und im März 2016 bei der Bundesvertreterversammlung zur Abstimmung stellen.

NRW-Sozialminister Guntram Schneider (SPD) begrüßte die Diskussion bei den Schützen: "Man kann nur hoffen, dass sich die Reformkräfte durchsetzen", sagte er am Freitag in Düsseldorf.

(lnw)
 
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