| 16.13 Uhr

Fahndung in Siegburg
Straftäter flieht unmittelbar nach Verurteilung

Siegburg. Ein 24-Jähriger ist am Donnerstag in Siegburg kurz nach seiner Verurteilung wegen Körperverletzung geflohen. Auf dem Weg zum Gefangenentransporter entwischte er. Die Polizei fahndet nach ihm.

Der Mann, der die serbische Staatsangehörigkeit besitzt, habe eine geschlossene Handfessel getragen und sei von zwei Beamten der JVA bewacht worden. Nach der Verurteilung wurde der Mann demnach gegen 17.30 Uhr aus einem Nebeneingang zu dem Transportfahrzeug geführt, als er sich beim Einstieg losgerissen habe, heißt es in einer Mitteilung des Leiters der JVA Siegburg. Der 24-Jährige sei daraufhin in Richtung "Mühlengraben", einem kleinen Bach, der hinter dem Gerichtsgebäude verläuft, gerannt. 

Die Beamten folgten ihm und forderten ihn auf, stehen zu bleiben. Dabei gaben sie auch zwei Warnschüsse ab. Der 24-Jährige flüchtete dennoch in Richtung Innenstadt.

Der Mann war wegen gefährlicher Körperverletzung zuvor vom Amtsgericht Siegburg zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden.

Mann soll in Mühlenbach gesprungen sein

Nach seiner Flucht suchte die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem 24-Jährigen. "Bis in die Nacht haben wir nach dem Mann gefahndet", sagte ein Polizeisprecher unserer Redaktion. "Es kamen auch ein Hubschrauber und Spürhunde zum Einsatz." Am Kinocenter Capitol, das etwa einen Kilometer vom Amtsgericht entfernt ist, habe sich die Spur zu dem Geflohenen verlaufen.

Am Freitagmorgen setzten die Beamten die Suche nach dem 24-Jährigen aus Troisdorf fort. "Es sind jedoch weniger Leute im Einsatz als am Donnerstag, da wir nicht davon ausgehen, dass sich der Mann noch in der Stadt aufhält", sagte der Sprecher. Die Beamten gingen zudem Kontakten nach, bei denen sich der Mann aufhalten könnte.

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(ate/lsa/lnw)