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Hückelhoven günstig, Köln teuer
So viel kostet die Hundesteuer in der Region

Düsseldorf. Jeder Hundehalter ist verpflichtet, für seinen Vierbeiner Steuern zu zahlen. Doch die Kommunen können selbst entscheiden, wie hoch der Betrag dafür ist – die Unterschiede sind groß. Wir haben uns die Steuersätze in 22 Kommunen angesehen. Hier erfahren Sie, wie viel Sie in Ihrer Stadt zahlen müssen.

Bundeseinheitlich wurde bereits im Jahr 1934 ein Gesetz zur Abfuhr einer Hundesteuer beschlossen. Wie hoch der Satz in den jeweiligen Kommunen ist, wird aber auch heute noch individuell festgelegt. So kann es sein, dass zum Beispiel im beschaulichen Hückelhoven Hundebesitzer für ein Tier gerade einmal 48 Euro pro Jahr zahlen müssen und im benachbarten Wegberg, nur wenige Kilometer entfernt, 90 Euro für einen Hund. Trotz dieses großen Unterschiedes zählt das 27.827 Einwohnerdorf Wegberg sogar noch zu den günstigen Städten für Hundebesitzer. Wir haben die Hundesteuersätze in 22 Kommunen in unserer Region gesammelt.

Spitzenreiter im Steuersatz für einen Hund ist in unserem Vergleich die Stadt Köln. Hier gibt es jedoch eine Besonderheit: Zwar zahlen Besitzer hier für ein Tier 156 Euro, jedoch kostet jeder weitere Hund genauso viel. Und das sieht in den übrigen Städten anders aus: In Leverkusen zahlt man für einen Hund 132 Euro im Jahr und ab zwei Hunden sogar 264 Euro – also das Doppelte pro Tier.

Neben einer steigenden Staffelung von einem oder mehr Hunden, zahlen beispielsweise Halter von sogenannten "gefährlichen Hunden" pro Tier einiges mehr. Laut Hundegesetz in NRW zählen dazu beispielsweise Tiere der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier oder Bullterrier. Für diese Rassen - und sogar Kreuzungen mit diesen Tieren - zahlen Hundehalter in Düsseldorf beispielsweise 600 Euro für einen Hund und 800 Euro pro Tier bei zwei oder mehr Hunden. In Hilden müssen Halter von zwei gefährlichen Hunden besonders tief in die Tasche greifen. Hier kosten zwei Hunde dieser Rasse insgesamt 2280 Euro.

Vergünstigungen für Hund aus Tierheim

Vergünstigungen gibt es jedoch ebenfalls in fast allen verglichenen Städten. In Leverkusen können Hartz-IV-Empfänger oder Menschen, die von der Grundsicherung leben, eine Steuerminderung beantragen. Menschen mit Behinderung können, etwa für einen Blindenhund, vollständig von der Steuer befreit werden. Sonderkonditionen gibt es für Halter, die Hunde aus dem Tierheim holen: Wer einen Hund aus dem Heim innerhalb der ersten zwei Wochen anmeldet und einen Antrag stellt, zahlt ein Jahr keine Steuern. Wer Antrag und Anmeldung innerhalb der ersten sechs Monate erledigt, zahlt sechs Monate keine Steuern.

Die Hundesteuer ist übrigens eine sogenannte Gemeindesteuer, mit der keine bestimmte Leistung verknüpft ist. Das bedeutet, die Einnahmen der Kommunen aus dieser Steuer fließen nicht gezielt in die Reinigung der Straßen beispielsweise von Hundekot. 

(skr, sef, see, hpaw, klik)
 
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