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Soest
Nach Kritik von Tierschützern: Keine Pinguine im Spaßbad

Spaßbad Aquafun in Soest: Pinguine kommen doch nicht
Nur durch eine Scheibe getrennt beobachten Badegäste im Außenbereich des Spreewelten-Bads in Lübbenau Pinguine. Das Spaßbad in Soest hat sich gegen die tierische Attraktion entschieden. FOTO: dpa
Soest. Nach einer Online-Petition, Demonstrationen und einem Aufschrei bei Facebook hat sich das Soester Spaßbad "Aqua Fun" nun doch gegen Pinguine als Belustigung der Badegäste entschieden. 

Das Soester Spaßbad "Aqua Fun" verzichtet nun doch darauf, Pinguine im Schwimmbecken anzusiedeln. Die Stadtwerke Soest als Betreiber sind nach eigenen Angaben vom Dienstag von der Idee abgerückt, das defizitäre Bad mit Hilfe der Pinguine beliebter zu machen. Die kontrovers geführte Debatte vor allem mit Tierschützern zeige, dass es "im Kern eine nicht aufzulösende Kontroverse innerhalb der Bevölkerung" gebe, sagte Hans-Ulrich Koch, der Aufsichtsratschef der Stadtwerke, nach der Entscheidung vom Montagabend.

Jubel bei den Gegnern der Pläne, die vor allem Zweifel an einer artgerechten Haltung, am Geräuschpegel und der Sicherheit für die Humboldt-Pinguine hatten. Unter anderem hatten sie mehr als 1900 Unterschriften auf einer Online-Petition gesammelt, es hatte Mahnwachen und eine Demonstration gegeben, eine Facebook-Seite hatte weit mehr als 3500 "Freunde".

Ganz neu wäre die Soester Pinguin-Idee auch nicht gewesen: Das Spreewelten-Bad in Lübbenau (Brandenburg) hat bereits seit 2008 Pinguine im Becken, von den Schwimmern getrennt durch eine Glaswand.
"Problemlos und ohne Protest", wie eine Sprecherin am Dienstag sagte.

(lnw)
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