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Im Nordosten von NRW
Spiegelglatte Straßen - überwiegend Blechschäden

Im Nordosten von NRW: Spiegelglatte Straßen  - überwiegend Blechschäden
Im Landkreis Emsland sind Schneeräumer im Einsatz. FOTO: dpa, iwa vfd
NRW. Im Nordosten des Landes haben Autofahrer den Winter zu spüren bekommen. Gefrierender Sprühregen machte aus den Straßen eine gefährliche Rutschbahn. In den meisten Fällen blieb es beim Blechschaden. 

Spiegelglatte Straßen und vereiste Autoscheiben haben am nordöstlichen Rand Nordrhein-Westfalens bis zum Dienstagmorgen für Probleme gesorgt. In der Nacht war in den Kreisen Minden-Lübbecke und am Nordrand des Kreises Herford sowie in Teilen des Kreises Steinfurt feiner Nieselregen gefallen. Bei Temperaturen leicht unter Null Grad fror das Wasser zu einer gefährlichen Eisdecke, wie die Polizei berichtete. "Die Glätte und die zugefrorenen Scheiben wurden dann für viele am Morgen zum Problem", sagte ein Polizeisprecher im Kreis Minden-Lübbecke.

Autos kamen auf eisiger Fahrbahn ins Schlingern oder rutschten in Gräben. Mancherorts rückten Steifen- und Abschleppwagen erst gar nicht aus, um nicht hinterherzuschlittern. Es wurden allerdings überwiegend Blechschäden gemeldet.

In Vlotho verletzte sich eine Frau leicht, als ihr Auto von der glatten Straße abkam und gegen einen Baum krachte. Auch die Polizei im Kreis Steinfurt zählte am Morgen mehrere leichte Unfälle in Richtung niedersächsischer Landesgrenze. Im Kreis Herford zwischen Spenge und Bielefeld entschied die Polizei nach einem Glatteisunfall am Abend, die Straße zu sperren. Bis der Winterdienst diese absichern konnte, dauerte es bis zum frühen Morgen.

Bereits am Montagabend war in höher gelegenen Teilen von Lippe so dicht Schnee gefallen, dass der Verkehr auf einigen Straßen zum Erliegen kam, wie die Polizei berichtete. Auf glatter Fahrbahn kam es zu etwa 25 Unfällen, zum Glück ohne Verletzte.

Damit kamen auch die winterlichen Teile Nordrhein-Westfalens deutlich glimpflicher davon als die Region um das benachbarte Osnabrück in Niedersachsen. Dort legten Schnee und Eisglätte den Busverkehr lahm, es gab Dutzende Unfälle auch mit Verletzten.

Deutschland ist derzeit eingekeilt zwischen einem starken Tiefdruckgebiet über Irland und einem stabilen Russland-Hoch im Osten, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete. Treffen die feuchte Milde und der Frost aufeinander, wie im Nordost-Zipfel von NRW, kann es gefährlich werden: Je nachdem wie feuchtwarme und eisige Luftschichten sich überlagern, fällt Schnee oder Regen, der erst auf dem Boden gefriert. Seine Glatteis-Warnung für die nordöstlich gelegenen Kreise hält der DWD daher zunächst aufrecht.

 

(lnw)
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