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Sport statt Flüchtlingsunterkunft
Immer mehr Turnhallen in NRW wieder frei

Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab
Hintergrund: So läuft das Asylverfahren ab FOTO: dpa, ua fpt
Düsseldorf. Land in Sicht bei der Flüchtlingsbelegung in Sporthallen: Die Hälfte von ehemals 73 zweckentfremdeten Sporthallen, die das Land Nordrhein-Westfalen als Notunterkünfte für Flüchtlinge genutzt hat, ist inzwischen wieder frei.

Das geht aus einem Bericht von NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) an den Sportausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor. Demnach belegt das Land derzeit noch 35 Sporthallen mit 7442 Plätzen für die Erstaufnahme von Asylsuchenden.

Fast alle - nämlich 34 - sind Schulsporthallen. Das Thema steht an diesem Dienstag auf der Tagesordnung des Sportausschusses im Landtag.

Bis Ende April sollen weitere 15 Sporthallen mit 2746 Plätzen und bis Juli noch einmal 11 Sporthallen mit 2444 Plätzen vom Land freigezogen werden. Die meisten Sporthallen werden allerdings von Kommunen als Notunterkünfte genutzt. Auch sie haben aber langsam angefangen, sich aus dieser Notlösung zurückzuziehen.

Die Sportvereine hatten zuletzt geklagt, dass ihnen wegen der zahlreichen provisorisch eingerichteten Flüchtlingsunterkünfte in den Turnhallen die Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten fehlten und Mitgliederschwund beklagt.

Bei einer Erhebung des Sportbunds im Februar waren insgesamt noch 350 Hallen in NRW von Land und Kommunen mit Flüchtlingen belegt gewesen.

(lnw)
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