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Nach Feuer
Arbeiten an Stellwerk dauern noch Monate - Störungen bis März 2016

Stellwerksbrand: Die Schäden im Innern
Stellwerksbrand: Die Schäden im Innern FOTO: Emily Senf
Mülheim. Nach dem Feuer in einem Stellwerk in Mülheim wird die Bahn die zerstörte Anlage neu aufbauen. Das dauert bis April, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte - und solange wird es auch Störungen geben. 

Nach einem Brand in einem wichtigen Stellwerk in Mülheim/Ruhr erwartet die Bahn Probleme für die Reisenden im Ruhrgebiet bis zum kommenden März. Die Flammen hätten den Kern des Stellwerks völlig zerstört. Es werde Monate dauern, bis die abgebrannte Technik vollständig in Betrieb genommen werden könne, sagte Erwin Schick von DB Netz am Donnerstag.  

"Die Deutsche Bahn hat mehrere Varianten geprüft und sich schließlich aus Zeitgründen für einen Wiederaufbau entschieden", hieß es. Bis Samstag soll gut die Hälfte der üblichen Zugverbindungen wieder funktionieren, doch ob es kurzfristig eine weitere Steigerung gibt, steht noch nicht fest.

Stellwerkbrand in Mülheim behindert Bahnverkehr FOTO: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Das Stellwerk soll bis April wieder komplett aufgebaut werden. Derweil werden die Weichen festgestellt, um mehr Verkehr zu ermöglichen. Gleichzeitig sind dadurch aber andere Richtungen blockiert.

Der Schaden durch den Brand, der durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde, liegt im mittleren einstelligen Millionebereich, so die Bahn. Was genau das Feuer verursachte, steht noch nicht fest. 

Durch die Arbeiten am Stellwerk können derzeit mehrere Linien nicht die gewohnte Strecke fahren. Auf ihrer Homepage informiert die Deutsche Bahn über die aktuellen Änderungen und Ausfälle. Das sind die Änderungen bei den Regionalverbindungen:

  • RE 1: Die Züge fahren ab Aachen ihre gewohnte Strecke, enden aber bis auf weiteres in Hamm (Westf). Fahrgäste sollen Verspätungen von 15 bis 20 Minuten einkalkulieren. Von Hamm kann mit der Eurobahn nach Paderborn weitergefahren werden. 
  • RE 2: Die Züge werden zwischen Duisburg Hbf und Gelsenkirchen Hbf in beiden Richtungen mit einem Ersatzhalt in Essen-Altenessen umgeleitet. Die Halte Essen Hbf und Mülheim an der Ruhr entfallen.
  • RE 6: Die Züge werden zwischen Duisburg Hbf und Dortmund Hbf in beiden Richtungen über Essen-Altenessen (Ersatzhalt), Gelsenkirchen Hbf (Ersatzhalt) und Herne (Ersatzhalt) umgeleitet.
  • RE 11: Die Züge fahren ihre reguläre Strecke. Fahrgäste müssen laut Bahn aber mit Verspätungen von 15 bis 20 Minuten rechnen.
(RPO/lnw)
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