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Lkw mit Spraydosen umgekippt
Behinderungen bis in den Abend nach Lkw-Unfall auf der A4

Stolberg/Eschweiler: A4 nach Lkw-Unfall gesperrt
Die Polizei sperrte die A4 zeitweise in beide Richtungen. FOTO: dpa, jan ggr iku
Stolberg. Autofahrer auf der A4 bei Stolberg mussten am Montag viel Geduld haben. Nachdem am Morgen ein Lkw, beladen mit 30 Tonnen Haarspray, umgekippt war, zogen sich die Aufräum- und Reparaturarbeiten stundenlang hin. Gegen 20.45 Uhr waren alle Fahrstreifen wieder freigegeben.

Der Lastwagen war bei dem Unfall am Montagmorgen mit einem anderen Wagen zusammengestoßen. Das Auto schleuderte in den Gegenverkehr und der Sattelzug stürzte um. Der Autofahrer (35) verletzte sich schwer, der Lkw-Fahrer (54) leicht. 

Den Ermittlungen zufolge fuhr der 35-Jährige gegen 4.10 Uhr auf der A4 in Richtung Heerlen. Der 54-Jährige war mit seinem Sattelzug in gleiche Richtung unterwegs. In Höhe der Raststätte  "Aachener Land" verlor der Autofahrer aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug, krachte in die mittlere Betonwand und schleuderte gegen den Sattelzug.

Von dort wurde der Wagen auf die Gegenfahrbahn katapultiert. Hier kam es zu keinem weiteren Unfall. Durch den Zusammenstoß kippte der Lkw auf die Seite. Zwei nachfolgende Fahrzeuge fuhren über Trümmerteile und wurden beschädigt.

Feuer fing die Lkw-Ladung nicht, auch wurde der leicht brennende Lkw schnell gelöscht, teilte ein Sprecher der Autobahnpolizei am Morgen mit. Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Beamten fest, dass der 35-Jährige per Haftbefehl gesucht wird. Der Schwerverletzte wird von Polizisten bewacht.

Aufräum- und Reparaturarbeiten ziehen sich hin

Wo genau sich der Verkehr derzeit besonders stark staut, sehen Sie in unserer interaktiven Stau-Karte. Einfach näher an die gefragte Strecke heranzoomen und nachgucken.


Legende
  • grün = frei Fahrt
  • orange = hohes Verkehrsaufkommen
  • rot = stockender Verkehr
  • dunkelrot = Stau

Die Polizei sperrte nach dem Unfall die A4 zunächst komplett in beide Fahrtrichtungen. Eine besondere Gefahr stellte die Kombination aus geladenen Spraydosen und der Nähe der Tankstelle dar. Nach kurzer Zeit gab die Polizei die Fahrspur in Richtung Olpe wieder frei, die Fahrtrichtung Aachen war wegen der Bergungsarbeiten bis etwa 14 Uhr voll gesperrt. Die Polizei rief die Autofahrer auf, den Bereich nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren.

Die Sperrung dauert deshalb so lange an, weil laut einem Polizeisprecher die Fahrbahn abgefräst werden muss.

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(csr)