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Streit an Tankstelle eskalierte
Zwei Männer nach Tod von 73-jährigem Schlichter angeklagt

Ibbenbüren. Er starb, weil er bei einer Prügelei in Ibbenbüren schlichten wollte: Vier Monate nach einem eskalierten Streit an einer Tankstelle und dem Tod eines 73-Jährigen hat die Staatsanwaltschaft zwei junge Männer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Die beiden Männer sollen im März so lange auf einen 25-Jährigen eingeschlagen haben, bis dieser in Panik mit seinem Auto flüchten wollte und dabei den 73-Jährigen im Rückwärtsfahren überfuhr. Gegen den Fahrer selbst wurde das Ermittlungsverfahren eingestellt, teilte die Staatsanwaltschaft Münster am Montag mit. Der Fahrzeugführer habe die Gefahr durch sein Rückfahrmanöver für den 73 Jahre alten Mann nicht erkennen können, hieß es.

Laut Anklageschrift hatte einer der beiden Beschuldigten im März den Fahrzeugführer wegen privater Streitigkeiten in einer Tankstelle in Ibbenbüren angegriffen. Zwischen dem Fahrzeugführer sowie den 24 und 25 Jahre alten Brüdern kam es zu einer Prügelei, bei welcher der 73 Jahre alte Mann erfolglos schlichtend eingriff. Die Brüder attackierten den jungen Mann auch dann noch, als der sich in sein Auto geflüchtet hatte. Der Fahrer setzte dann mit geöffneter Tür zurück und brachte die Brüder und den älteren Herrn zu Fall.

Nun wollte der 25-Jährige mit seinem Auto davonfahren und überrollte dabei jedoch den schon am Boden liegenden Streitschlichter. Der 73-jährige Mann erlag sofort seinen Verletzungen.

(oko/lnw)
 
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