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Sturmtief "Xavier"
Fernverkehr in NRW wohl bis Anfang der Woche gestört

Sturm Xavier: Fernverkehr in Teilen von NRW wohl bis Anfang der Woche gestört
Arbeiter beseitigen Sturmschäden an einem Bahngleis. FOTO: dpa, dbo
Düsseldorf. Bäume liegen im Gleis, Bahnstrecken sind gesperrt: Nach dem Sturmtief "Xavier" müssen sich Bahnreisende wahrscheinlich noch bis Anfang nächster Woche auf Beeinträchtigungen im Fernverkehr in NRW einstellen.

"Auswirkungen gibt es im Fernverkehr Richtung Norden und Nordosten", sagte ein Sprecher der Bahn am Freitag. Mit einem Hubschrauber wurde erkundet, ob auf Bahnstrecken etwa Bäume im Gleis liegen. Kunden ,die zum Beispiel am Freitagnachmittag mit dem Zug von Düsseldorf nach Hannover fahren wollten, mussten mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. "Unwetterschäden stören den Bahnverkehr zwischen Minden (Westf) und Hannover Hbf", teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit.

Aufräumarbeiten nach Sturmtief "Xavier" FOTO: dpa, bvj tba

Weitgehend normalisiert hat sich laut Angaben der Bahn am Freitag dagegen der Regionalverkehr. Eine Ausnahme ist die Strecke zwischen Minden und Nienburg in Niedersachsen. Die Verbindung zwischen den beiden Städten werde voraussichtlich noch bis Samstagmittag beeinträchtigt sein, da auch dort Bäume im Gleis lägen, sagte der Bahnsprecher. Betroffen von der Störung ist der RE 78. Ob es für Reisende einen Ersatzverkehr mit Bussen geben wird, sei derzeit nicht absehbar, so der Sprecher weiter.

Aktuelle Informationen zum Bahnverkehr in NRW finden Sie hier. 

Schäden vor allem in Ostwestfalen und Sauerland

In Nordrhein-Westfalen hatte "Xavier" am Donnerstag vergleichsweise wenige Schäden verursacht. Die Feuerwehr musste vor allem in Ostwestfalen und im Sauerland wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Im sauerländischen Arnsberg war etwa ein Baum in der Nähe der Grundschule auf die Straße gefallen und hatte dort eine Bushaltestelle sowie einen Teil der Straße blockiert. In Dortmund war ein etwa eine Tonne schwerer Ast auf das Dach eines Mehrfamilienhauses gestürzt. Menschen wurden nicht verletzt.

Die höchste Windgeschwindigkeit in NRW hatte der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagmittag auf dem Kahlen Asten im Sauerland mit 100 Stundenkilometern gemessen. Bundesweit hat das Sturmtief mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. Allein in Brandenburg starben vier Menschen.

(wer/lnw)
 
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