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Sturmtief Xavier
Zugausfälle und Orkan-Warnung in NRW

So wütete Sturmtief "Xavier" über Deutschland
So wütete Sturmtief "Xavier" über Deutschland FOTO: dpa, bra fpt
Essen. Sturmtief "Xavier" hat auch NRW nicht verschont. Auf mehreren Bahnlinien kam es zu Störungen. 

Durch "Xavier" waren landesweit Äste herabgefallen. Besonders betroffen waren die nördlichen Landesteile zwischen Münsterland und Warburger Börde.

Der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen war beeinträchtigt. Besonders betroffen war der Raum Bielefeld, wie ein Bahnsprecher in Düsseldorf mitteilte. Zwischen Gütersloh und Brackwede wurde die Strecke gesperrt. RE6-Züge endeten in Rheda-Wiedenbrück oder Herford.

Herabgestürzte Äste oder umgestürzte Bäume gab es auch auf den Strecken zwischen Schwelm und Hagen (S8) sowie Dortmund-Kruckel und Dortmund-Barop (S5). Umgestürzte Bäume auf den Strecken Marienheide-Meinerzhagen (RB25)  und Messinghausen und Brilon-Wald (RE17) konnten bereits am frühen Nachmittag wieder beseitigt werden.

"Xavier" sorgt für 100 km/h schnelle Sturmböen in NRW

Sturmtief Xavier sorgt in Deutschland für Probleme

Das Sturmtief wütete vor allem in Norddeutschland. In Norden der Republik starben sechs Menschen. Die Bahn stellte den Zugbetrieb in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen und auch den S-Bahnverkehr in Hamburg bis auf weiteres ein. Auch auf den Fernverkehrsstrecken Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg rollten keine Züge mehr. Ursache waren auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume.

In Minden fiel ein Baum auf ein Auto. Bei Petershagen versperrten Bäume rund zwei Stunden die Bundesstraße 482. Die Bielefelder Feuerwehr zählte bis zum Nachmittag sturmbedingte 18 Einsätze, zumeist wegen umgestürzter Bäume oder abgeknickter Äste. In Bückeburg, wo der Deutsche Wetterdienst am Mittag mit 109 Stundenkilometern eine orkanartige Böe gemessen hatte, musste die Feuerwehr ebenfalls einen Baum von der Straße entfernen. Auf dem Kahlen Asten erreichte eine Böe 100 Stundenkilometer, in Haaren bei Paderborn 93 und in Warburg 90. Am Flughafen Köln/Bonn wurde ein 68 Stundenkilometer schneller Windstoß gemessen.

Flugzeug musste umkehren

Am Flughafen Paderborn-Lippstadt konnte eine Maschine aus München sturmbedingt nicht landen. Weil sie auch nicht in Hannover landen konnte, sei sie zurückgeflogen nach München, sagte ein Flughafensprecher. In St. Augustin wurde ein Zirkuszelt umgeweht.

Im Kreis Minden-Lübbecke zählte die Polizei insgesamt rund 50 Einsätze, zumeist wegen umgestürzter Bäume. Die Landesgartenschau in Bad Lippspringe wurde geschlossen. Der Dortmunder Westfalenpark blieb ebenfalls aus Sicherheitsgründen zu. Am Nachmittag hatte sich die Wetterlage wieder beruhigt. 

In Nordrhein-Westfalen blieb es jedoch meist bei schweren Sturmböen. Von Verletzten wurde zunächst nichts bekannt. 

Für Freitag erwartete der Deutsche Wetterdienst "Schauer und Wind". Vereinzelt könne es auch Gewitter geben, sagte die Meteorologin vom Dienst, Ulrike Zenkner, in Essen. Vor allem im Bergland seien auch stürmische Böen möglich. Die Temperaturen steigen auf bis zu 14 Grad.

Die aktuelle Lage beim NRW-Bahnverkehr können Sie hier verfolgen.

(lnw/tak)
 
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