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Banküberfall in Bielefeld
Täter schlugen mit Pistolenknauf zu

Banküberfall mit mehreren Verletzten in Bielefeld
Banküberfall mit mehreren Verletzten in Bielefeld FOTO: dpa, mg fdt
Bielefeld. Bei dem Überfall auf eine Sparkassenfiliale in Bielefeld am Freitag sind die Täter äußerst brutal vorgegangen. Die 26 und 30 Jahre alten Täter sollen unter anderem mit dem Pistolenknauf auf Körper und Kopf der Bankangestellten eingeschlagen haben, um an ihre Beute zu kommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Zwei Mitarbeiter im Alter von 60 und 28 Jahren wurden dabei erheblich verletzt. Erst am Sonntag konnten sie das Krankenhaus verlassen. Wegen eines schweren Schocks weiterhin in Behandlung im Krankenhaus ist nach Angaben eines Polizeisprechers eine 33-Jährige, die erst am Wochenende die Klinik aufgesucht hatte.
Eine Frau im Alter von 42 wurde am Freitag mit leichten Verletzungen ebenfalls im Krankenhaus versorgt.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Täter in der Bank mehrere Schüsse aus ihren Pistolen abfeuerten, die allerdings niemanden verletzten. Mit Bargeld in unbekannter Höhe verließen sie daraufhin die Sparkasse, in der neben sieben Mitarbeitern auch zwei Kunden anwesend waren.

Ein Täter soll bei seiner Flucht aus dem Bankgebäude zudem die inzwischen alarmierte Polizei mit zwei Schusswaffen bedroht haben. Auch auf Aufforderung habe er seine Pistolen nicht fallen lassen, so die Ermittler. Erst zwei gezielte Schüsse ins Bein stoppten den Mann. Er wurde operiert und befindet sich in Untersuchungshaft. Sein mutmaßlicher Komplize entwischte bei der Flucht in eine Stichstraße. Er wurde wenig später mit der Beute festgenommen. Er wehrte sich nicht. Beide Täter befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Weitere Ermittlungen dauern an.

(lnw)
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