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Zwei Unglücke
Eine Tote und zahlreiche Verletzte bei Busunfällen

Tecklenburg: Ein Toter und 21 Verletzte bei Busunfall
Der Bus liegt im Straßengraben. FOTO: dpa, jhe
Tecklenburg. In Tecklenburg ereignete sich am Sonntag ein schweres Busunglück. Eine 61-jährige Osnabrückerin starb, 21 Menschen wurden verletzt. Bei einem zweiten Unfall kollidierte ein Reisebus mit mehreren Fahrzeugen.

Ein Busunglück ereignete sich am Vormittag im münsterländischen Tecklenburg während einer Kirchenveranstaltung. Ein weiterer Unfall mit einem Reisebus sorgte in Brandenburg für die Sperrung der A24.  

Der Pendelbus im Münsterland sollte nach Angaben vom Kreis Steinfurt Teilnehmer einer kirchlichen Großveranstaltung von einem Parkplatz im Ortsteil Ledde nach Tecklenburg bringen. Insgesamt waren 77 Menschen an Bord, als der Bus aus noch ungeklärter Ursache in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abkam und auf die Seite kippte.

Die 53 Jahre alte Busfahrerin blieb unverletzt. Unter den Insassen waren auch drei Kinder und zwei Jugendliche, wie die Polizei berichtete. Sie kamen ebenfalls ohne Verletzungen davon. In Tecklenburg feierten am Sonntag die Evangelischen Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg ein Fest aus Anlass des 500. Jahrestages der Reformation.

Die ersten Notrufe waren um 10.41 Uhr eingegangen. Wegen der Großveranstaltung in Tecklenburg seien sehr viele Rettungskräfte in der Nähe gewesen und hätten den Unfallort schnell erreichen können, sagte Kreissprecherin Kirsten Weßling.

Sieben Notärzte und 17 Notfallseelsorger waren vor Ort. Auch zwei Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz. In einer Schule wurde ein Betreuungsplatz eingerichtet. Der Bus wurde am Nachmittag geborgen und von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Hinweise auf technische Mängel seien zunächst nicht gefunden worden, so der Polizeisprecher.

Reisebus verunglückt in Brandenburg

In Brandenburg ereignete sich ein weiterer schwerer Busunfall: Ein mit rund 70 Menschen besetzter Reisebus ist dort am Sonntagabend auf dem Weg von Berlin nach Hamburg verunglückt. Wie die Polizeidirektion Neuruppin in Brandenburg mitteilte, wurden zwei Menschen schwer verletzt, es gab zahlreiche Leichtverletzte.

Nach bisherigen Informationen hatte der Bus auf der A24 zwischen Herzsprung und Dreieck Wittstock-Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zunächst ein Fahrzeug beim Überholen gerammt und dann ein weiteres rund 300 Meter vor sich her geschoben. Dessen Fahrerin und ein Fahrzeuginsasse wurden schwer verletzt. Dann hielt der Bus Polizeiangaben zufolge kurz an und fuhr weitere 150 Meter weit, geriet nach rechts über den Fahrbahnrand hinaus und musste dort in Schräglage abgestützt werden.

Ein Polizeisprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, es bestehe der Verdacht, dass der Fahrer nicht fahrtüchtig gewesen sei und unter Medikamenteneinfluss gestanden habe. Eine Blutprobe sei angeordnet worden.

Wie ein Polizeisprecher weiter mitteilte, handelt es sich um einen Flixbus, der aus Berlin über Hamburg nach Kiel fahren wollte. Ein Ersatzbus sei eingesetzt worden, um die Fahrgäste aufzunehmen. Unter ihnen gab es nach Polizeiangaben mehrere Leichtverletzte, womöglich auch infolge eines Schocks. Die mehrstündige Sperrung der Autobahn 24 wurde am Abend aufgehoben.

(juju/felt/dpa)