| 14.18 Uhr

Medienbericht
Terrorverdächtiger von Paris soll in NRW gesehen worden sein

Entsetzen vor dem Bataclan
Entsetzen vor dem Bataclan FOTO: ap, BC
Berlin. Sieben im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris gesuchte Verdächtige könnten sich einem Medienbericht zufolge in Deutschland aufhalten oder aufgehalten haben. Ein Verdächtiger soll zwei Tage nach dem Attentat auf der A4 bei Frechen in NRW gesehen worden sein.

Das berichtet "Spiegel Online" unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen der Polizei. Entsprechende Hinweise würden von den Fahndern geprüft, heißt es. Der Verdächtige, der auf einem Rastplatz auf der A4 bei Frechen in NRW gesehen wurde, sei den Ermittlern namentlich nicht bekannt. Von ihm gebe es allerdings Bilder von einer Überwachungskamera.

Der Mann soll in einem dunkelblauen BMW mit gestohlenen belgischen Nummernschildern unterwegs gewesen und in Richtung Köln gefahren sein.

Hauptverdächtiger flüchtete in gestohlenem Wagen

Die Behörden bringen den Mann dem Bericht zufolge mit den Anschlägen von Paris in Verbindung, bei denen 130 Menschen getötet wurden. Der wichtigste Gesuchte, der belgische Islamist Salah Abdeslam, sei laut Fahndung in einem Mietwagen zusammen mit Mohamed A. unterwegs gewesen und habe Belgien in Richtung Deutschland, Frankreich oder Luxemburg verlassen. Der 26-jährige Mohamed A. soll zwei von den Attentätern benutzte Autos gemietet haben.

Tatort Paris – die blutige Spur des Terrors FOTO: afp, le

Die Polizei sucht dem Bericht zufolge zudem nach dem 26-jährigen Franzosen Charaffe E.-M. und dem 28-jährigen Samir B.. Sie würden verdächtigt, eine zweite Anschlagswelle in Paris geplant zu haben. B. soll nach Informationen von "Spiegel Online" vor einigen Jahren gemeinsam mit dem mutmaßlichen Bataclan-Attentäter Samy Amimour nach Syrien ausgereist sein. Die französischen Behörden hätten ihn seinerzeit aus den Augen verloren. Ebenfalls zur Fahndung ausgeschrieben seien ein 53-jähriger Belgier und ein 32 Jahre alter Franzose.

Vom Bundesinnenministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das Bundeskriminalamt wollte sich unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern.

(lsa/REU)
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