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Glatteisunfälle in NRW
Tief "Jürgen" kommt mit Polarluft und Schnee

Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit
Zehn Tipps für die kalte Jahreszeit FOTO: dpa, crj fdt
Winterberg. Der Kälteeinbruch sorgte am Wochenende schon für die ersten Glatteisunfälle in NRW. Auch in den kommenden Tagen soll es frostig bleiben. Tief "Jürgen" bringt neuen Schnee. In NRW dürfte er allerdings die Ausnahme bleiben. 

In den Hochlagen des Sauerlandes wird es winterlich. Am Sonntag präsentierte sich der Kahle Asten bei Winterberg zur Mittagszeit bei Minus drei Grad unter einer einige Zentimeter dicken Schneedecke.

"In den kommenden Tagen bleibt es frostig", sagte Wetterbeobachter Tim Armbruster. Erst zum kommenden Wochenende soll das Thermometer wieder über den Gefrierpunkt steigen. Es werde auch noch der ein oder andere Schneeschauer erwartet, sagte Armbruster.

Ob die Liftbetreiber die Kälteperiode nutzen und mit ihren Kanonen Schnee auf Depot produzieren, ist nach Auskunft einer Sprecherin der Wintersportarena unklar. Bei den aktuellen Bedingungen könnten die Beschneiungsanlagen wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nicht effektiv arbeiten. Zudem erwarte man erneut Tauwetter.

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Vereinzelt fielen auch in der Region erste Flocken, blieben aber nicht liegen. Leserfotos auf Facebook zeigten einen weißen Schleier in Esssen, Dinslaken oder Mönchengladbach. Auch aus Willich, Kleve oder Viersen wurde leichter Schneefall gemeldet. 

Auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen sorgte der Kälteeinbruch schon für mehrere Glatteisunfälle. Auf der Autobahn A42 kollidierten auf einer Brücke über den Rhein-Herne Kanal bei Bottrop auf glatter Fahrbahn drei Fahrzeuge. Dabei wurden drei Personen schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Für die Bergungsarbeiten musste die A 42 zeitweise in Richtung Dortmund gesperrt werden. Im entstehenden Rückstau ereignete sich ein weiterer Unfall mit fünf Fahrzeugen und drei Leichtverletzten.

Bei drei weiteren Unfällen auf der A42, die die Polizei auf unangepasste Geschwindigkeit bei der glatten Fahrbahn zurückführte, entstand lediglich Sachschaden. Im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen-Lippe registrierte die Polizei sieben Glätte-Unfälle. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf etwa 24.500 Euro, Personen wurden nicht verletzt. Auch die A52 musste Sonntagfrüh nach Angaben von Verkehr.NRW zeitweise zwischen Essen und Düsseldorf wegen Glatteis auf der Ruhrtalbrücke in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

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Auch in den nächsten Tagen bleibt es in Deutschland vielerorts winterlich. Die Polarluft von Tief "Jürgen" bringt neuen Schnee, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Montagabend folgt schon das Tief "Lauritz", das ebenfalls Schnee und Regen bringt, im Norden auch starken Wind.

Bislang ist die weiße Pracht vor allem vom Schwarzwald über die Alpen bis zum Bayerischen Wald und in weiteren Mittelgebirgen gefallen. Die Meteorologen waren zunächst von noch mehr Schnee ausgegangen. Die Temperaturen sinken tagsüber aber nur selten unter den Gefrierpunktpunkt. Außerdem ist der Boden noch relativ warm - gefallener Schnee kann rasch wieder schmelzen.

(dpa)
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