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Landgericht München
Lange Haftstrafen für brutale Räuber aus NRW

München. Das Münchener Landgericht hat zwei Männer aus NRW zu langen Haftstrafen verurteilt. Sie hatten ein Sammler-Ehepaar am Tegernsee überfallen. Die gefesselten Opfer wurden erst nach 16 Stunden entdeckt.

Für einen brutalen Raubüberfall auf ein Sammler-Ehepaar am Tegernsee hat das Münchner Landgericht zwei Brüder aus Lünen und Hagen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Die beiden erhielten am Mittwoch wegen versuchten Mordes und schweren Raubes eine Strafe von neuneinhalb und zehneinhalb Jahren.

Die Brüder hatten nach Überzeugung des Gerichts im Januar 2014 altes Meißner Porzellan für mehr als eine Million Euro sowie Schmuck und Uhren für gut 250.000 Euro aus der Villa der Senioren geraubt. Die Angeklagten waren abends über die Terrasse in das Haus in Rottach-Egern in Bayern eingedrungen, hatten den Ehemann niedergeschlagen und beide Eheleute mit Kabelbindern an Stühle gefesselt zurückgelassen. Sie wurden erst nach 16 Stunden gefunden. 

Der Anstifter der Tat bekam sieben Jahre Haft, ein Kunsthändler aus Nordrhein-Westfalen erhielt wegen Hehlerei 22 Monate auf Bewährung. Die Polizei hatte die Beschuldigten im Herbst 2014 festgenommen. Das geraubte Porzellan konnte zum überwiegenden Teil sichergestellt werden.

(haka/lnw)