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Festnahmen in Essen
Männer sollen Frauen auf Stadtfest begrapscht haben

Essen. Bei einem Innenstadtfest in Essen wurden am Wochenende offenbar mehrere Frauen von sogenannten Antänzern sexuell belästigt.

"Wir haben zwei Algerier, einen Araber und einen Marokkaner verhaftet und überprüfen Hinweise auf sechs weitere Personen", sagte ein Sprecher der Essener Polizei am Sonntag.

Insgesamt lagen der Polizei am Sonntagmittag sechs Anzeigen vor, so der Sprecher. In einem Fall nutzten ein 18-jähriger Algerier und ein 25-jähriger Araber am Samstagabend die Menschenmenge vor einer Bühne am Kennedyplatz und belästigten eine 18-jährige Frau sexuell. Sie wurden dabei von zwei Zivilpolizisten beobachtet, die sofort einschritten. "Nach erheblicher Gegenwehr", wie der Polizeisprecher berichtet, wurden die beiden inhaftiert.

Der andere Algerier wird verdächtigt, zusammen mit einem Marokkaner eine 37-jährige Frau sexuell beleidigt zu haben. Die anderen sechs Verdächtigen, die laut Zeugen schwarzafrikanischen und nordafrikanischen Aussehens sein sollen, werden mit vier anderen Straftaten in Verbindung gebracht. Dabei ist noch nicht klar, ob es sich um Taschendiebstähle oder ebenfalls sexuell motivierte Straftaten handelt.

Bereits am Eröffnungstag des Festes "Essen Original", zu dem am Freitag etwa 20.000 Besucher kamen, hatten Frauen laut Polizei vier Sexualstraftaten angezeigt. Zeugen hätten die Täter als "Männer mit augenscheinlichem Migrationshintergrund" beschrieben. Drei Verdächtige wurden festgenommen, aber bereits am Samstag wieder entlassen.

Die Vorfälle in Essen erinnern an die Silversternacht in Köln, wo mehrere Hundert Frauen von überwiegend nordafrikanischen Antänzern sexuell bedrängt und bestohlen wurden. Derzeit beschäftigt sich im Düsseldorfer Landtag ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit der Aufklärung.

 

(tor)
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