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Unwetter treffen Westen Deutschlands
Sechs Verletzte bei Blitzeinschlag - weitere Gewitter ziehen auf

Brüggen: Blitzeinschlag in Zeltlager
Brüggen: Blitzeinschlag in Zeltlager FOTO: Jungmann
Berlin. Erst ein herrlicher Sommertag, dann das Donnerwetter. Ein Blitz verletzt am Niederrhein sechs Menschen. Der Samstag könnte erneut Starkregen bringen.

Nach heftigen Unwettern im Westen Deutschlands ziehen am Samstag erneut dunkle Gewitterwolken ins Land. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht mitteilte, ist dann lokal wieder mit Starkregen zu rechnen.

Unwetter mit Blitz und Donner waren am Freitag über Nordrhein-Westfalen und Hessen hinweggezogen. In einem Zeltlager in Brüggen am Niederrhein verletzte ein Blitzeinschlag sechs Menschen. Im Eifelkreis Euskirchen war die Feuerwehr nach Starkregenfällen pausenlos im Einsatz. "Wir haben Notrufe ohne Ende", sagte ein Sprecher. In Bonn fielen Straßenbahnen aus, nachdem Äste in die Oberleitungen gefallen waren und große Gegenstände die Gleise blockierten.

In dem Zeltlager in Brüggen hätten zwei Betreuer und vier Jugendliche bei dem heraufziehenden Unwetter ein Zelt festgehalten, damit es nicht wegfliegt, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister. Dann sei ein Blitz direkt in das Zelt eingeschlagen. Die sechs Verletzten kamen ins Krankenhaus. Keiner von ihnen habe schwere Verbrennungen erlitten.

In Zülpich im Kreis Euskirchen wurden zahlreiche Keller unter Wasser gesetzt. Nach Berechnungen des DWD könnten dort rund 70 Liter pro Quadratmeter gefallen sein, sagte eine Sprecherin. Die Gewitterzelle bewegte sich danach langsam auf Bonn und Köln zu.

Die Feuerwehr in Freiburg rückte mit einem großen Aufgebot aus, um gegen die Wassermassen zu kämpfen, wie ein Sprecher mitteilte. Gullys waren von Laub verstopft, Keller standen unter Wasser, Unterführungen waren unpassierbar.

Auch in Rheinhessen setzte Starkregen viele Keller von Wohnhäusern und Geschäften unter Wasser. Besonders betroffen waren Bingen und die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe, wie die zuständige Feuerwehrleitstelle in Mainz berichtete. In einigen Kellern habe das Wasser bis zu zwei Meter hoch gestanden. 250 Notrufe gingen ein. Die Feuerwehr rückte zu 100 Einsätzen aus.

(dpa)
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