| 16.49 Uhr

Wetter in NRW
Unwetter vorbei - aber starker Regen bleibt

Überflutung in Hamminkeln und Schermbeck
Überflutung in Hamminkeln und Schermbeck FOTO: nikolei
In vielen Teilen von NRW wird es weiter Starkregen geben. Trotzdem entspannt sich die Lage allmählich. Das Schlimmste sei erst mal überstanden, meinten Wetterexperten. Sorgenvolle Blicke galten erneut der Issel und dem Deich in Hamminkeln.

Nach einer turbulenten Nacht mit Unwetter und Starkregen hat sich die Situation in NRW am Samstag weitgehend entspannt. Obwohl auch weiterhin mit Regen gerechnet werden müsse, sei das Schlimmste wohl erst mal überstanden, hieß es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die vielen Einsatzkräfte, die in der Nacht zu Samstag vielerorts mobilisiert worden waren, konnten nach und nach wieder abrücken. Überflutete Straßen und aufgeweichte Deiche blieben dennoch unter Beobachtung. "Wir gehen aber von keinen weiteren großen Vorkommnissen aus", sagte ein Feuerwehrsprecher in Hamminkeln.

Vor allem in Hamminkeln im Kreis Wesel war der Ort vor allem in der Nacht in Alarmbereitschaft. Ein Deich drohte aufgrund der stark angeschwollenen Issel zu brechen. Dank mehrerer hundert Feuerwehrleute und tausender Sandsäcken konnte die Situation jedoch unter Kontrolle gebracht werden. Ab Mittag stieg der Pegel dann allerdings wieder an. "Durch den anhaltenden Regen steht die Issel gerade auf 1,30 Meter", sagte ein Feuerwehrsprecher aus Wesel am Nachmittag. "Wir erwarten noch einen weiteren Anstieg, aber bis 1,50 Meter ist das kein Problem. Der Deich ist stabil und die Lage momentan entspannt."

In Borken stand zeitweise ein gesamter Ortsteil unter Wasser: Durch das Hochwasser in der Bocholter Aa war Gemen in der Nacht großflächig überflutet. Im Laufe des Samstag seien die meisten Straßen und Flächen wieder zugängig gewesen. "Trotz des anhaltenden Hochwassers gibt es keine neuen Überflutungen", berichtete die örtliche Feuerwehr. Einsatzkräfte wurden zurückgezogen. Einige Brücken sollten aber noch genauer begutachtet werden. Ein größeres Gebäude habe Schaden genommen.

Im Bahnverkehr gab es einige Störungen und Verspätungen aufgrund von Unwetterschäden. Zeitweise musste der Fernverkehr zwischen Köln und Frankfurt eingestellt werden. "Es kam zu mehreren Hangrutschen an beiden Rheinseiten, so dass die Strecke Köln - Frankfurt zeitweise gesperrt werden musste", sagte ein Bahnsprecher. Bis in den Nachmittag seien aber alle Störungen behoben worden.

Riesige Hagelkörner sorgen für Schäden FOTO: Kerstin de Haas

Die Sonne wird sich laut Prognosen so schnell nicht durchkämpfen. An der feucht-tristen Lage in NRW werde sich höchstens vorübergehend etwas ändern. Die Kaltfront samt Niederschlag verlagere sich in der Nacht zu Sonntag über die Ländergrenze hinweg, hieß es beim DWD. Der Regenschirm werde aber auch am Sonntag wichtiges Utensil bleiben. Vom Westen ziehen neue Gewitter und Schauer über das Land hinweg. "Diese werden von der Intensität aber nicht mehr so sein, wie wir es die Tage erlebt haben."

In der Nacht zu Freitag hatte es in Teilen von NRW schwere Unwetter gegeben. Dabei fielen Hagelkörner groß wie Golfbälle vom Himmel. 

Unwetter nach Hitze in NRW FOTO: Janina Schüttler

 

(top/lnw)
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