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Prozess in Bielefeld
Vater soll Zwillinge fallen gelassen haben - Kind gestorben

Prozess in Bielefeld: Vater soll Zwillinge fallen gelassen haben -  Kind gestorben
Der Angeklagte (l.) soll seine verletzten Zwillinge wieder ins Bett gelegt haben. Am nächsten Morgen war sein Sohn an einer Lungenentzündung gestorben. FOTO: dpa, ok gfh
Bielefeld. Nach dem Tod seines dreieinhalb Monate alten Babys steht seit Donnerstag der Zwillingsvater vor dem Landgericht Bielefeld. Er soll seine Kinder fallen gelassen, auf sie gestürzt und schwer verletzt wieder in ihr Bett gelegt haben. Am nächsten Morgen war der Junge an einer Lungenentzündung gestorben.

Wie sein Bruder hatte auch das Zwillingsmädchen schwere Hirn- und Kopfverletzungen erlitten. Weil er weder seine schlafende Frau informiert noch einen Arzt eingeschaltet haben soll, ist der Vater wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Der Staatsanwalt sprach von böswilliger Vernachlässigung.

Zum Prozessauftakt schilderte der mehrfach wegen Diebstahl- und Drogendelikten vorbestrafte Vater eine schwierige Kindheit und Jugend, sowie eine Drogenkarriere vom frühen Alkoholmissbrauch bis zum zuletzt regelmäßigen Konsum vom Amphetaminen, Ecstasy und Cannabis. Zu den Vorwürfen wollte er sich im Prozess zunächst nicht äußern.

 

(siev/lnw)
 
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