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Feststellung der Schuldfähigkeit
Verteidiger zweifelt Gutachten im Höxter-Prozess an

Verteidiger zweifelt Gutachten im Höxter-Prozess an
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-jährigen Wilfried W. und seiner Ex-Frau Angelika W. zweifachen Mord sowie mehrfache Körperverletzung vor. FOTO: dpa, bt
Paderborn. Der Prozess um die tödlichen Misshandlungen im "Horror-Haus" von Höxter ist am Mittwoch fortgesetzt worden: Getritten wurde über ein Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten Wilfried W.. Auch die Mitangeklagte Angelika W. will nun aussagen.

Der Verteidiger von Wilfried W. hatte zum Prozessauftakt im Oktober die wissenschaftlichten Grundlagen angezweifelt und einen neuen Sachverständigen gefordert. Der Gutachter Prof. Michael Osterheider, der Wilfried W. für schuldfähig hält, wies die Vorwürfe in der Zwischenzeit schriftlich zurück. Das Gutachten sei vorläufig.

Der Angeklagte habe sich einem persönlichen Treffen bislang verweigert. Auch die Staatsanwaltschaft konnte die Vorwürfe der Verteidigung an der Bewertung des Angeklagten nicht nachvollziehen. Am Morgen wollte die 47 Jahre alte Mitangeklagte Angelika W., die gemeinsam mit ihrem ein Jahr jüngeren Ex-Mann mehrere Frauen in das Haus in Ostwestfalen gelockt und brutal gequält haben soll, vor Gericht aussagen.

Der Fall Höxter - eine Chronologie der Gewalt

Die beiden Angeklagten sollen über Jahre hinweg Frauen mit Kontaktanzeigen in ihr Haus nach Höxter-Bosseborn gelockt und dabei einige von ihnen schwer misshandelt haben. Zwei der Frauen starben in Folge der Quälereien, eine weitere Frau entkam. Andere Frauen soll das mutmaßliche Täterduo um größere Geldmengen gebracht haben.

Die Staatsanwaltschaft geht im Zuge der noch laufenden Ermittlungen von insgesamt mindestens acht Opfern aus.

(mro/dpa)
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