| 14.22 Uhr

662.000 Menschen auf Jobsuche
Arbeitslosenzahl in NRW so niedrig wie zuletzt vor 25 Jahren

Düsseldorf. Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist so gering wie zuletzt im Jahr 1992. Das liegt an der brummenden Konjunktur. Normalerweise steigt die Zahl der Arbeitslosen im Winter. 

Rund 662.000 Menschen hatten der Statistik zufolge keine Beschäftigung - das waren gut 33.000 weniger als ein Jahr zuvor, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. So niedrig war der Monatswert seit 1992 nicht mehr. Die Arbeitslosenquote lag nur noch bei 7,0 Prozent und damit 0,4 Punkte niedriger als ein Jahr zuvor. Damit war NRW aber weiter deutlich über dem Bundesschnitt von 5,3 Prozent.

Positiv ist die Entwicklung in NRW auch insofern, als sie einem saisonalen Muster trotzt: Zum Winterbeginn steigt normalerweise die Arbeitslosigkeit, da es weniger Jobs gibt. Diesmal war es anders - selbst im Vergleich zum Vormonat November sank die Zahl der Arbeitslosen, und zwar um rund 6000.

Das saisonale Muster "Mehr Jobsuchende zum Winterbeginn" wurde 2007 letztmals durchbrochen, damals lag das aber an einem statistischen Sondereffekt. Ohne einen solchen Sondereffekt, also nur wegen eines starken Arbeitsmarktes, sank die Zahl den Angaben zufolge seit Beginn der Statistik im Jahr 1981 noch nie. Für 2018 rechnet die Bundesarbeitsagentur auch für NRW mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen.

(sef/lnw)
 
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